280 Jahre Jubiläum
Bäckerei Altdorfer investiert und plant für die Zukunft
- Die Backtradition der Familie Altdorfer reicht weit zurück. Bereits im Jahre 1732 wurde der Grundstein für das heutige Unternehmen gelegt, nämlich als Johann Georg Holtzapffl eine Lebzelterei, Zuckerbäckerei und Wachszieherei eröffnete. Seit 1746 ist das Unternehmen auch urkundlich erwähnt und somit ältester Betrieb Eisenstadts.
- Foto: Sandra Koeune / MeinBezirk
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Was vor fast drei Jahrhunderten als Lebzelterei, Zuckerbäckerei und Wachszieherei begann, ist heute ein moderner Familienbetrieb mit zehn Filialen und rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 280 Jahre nach der ersten dokumentierten Eintragung des Gewerbes in Eisenstadt blickt die Bäckerei Altdorfer auf eine lange Geschichte zurück – und gleichzeitig nach vorne.
EISENSTADT/SIEGENDORF. „Wir bleiben nicht stehen, es wird immer etwas bei uns geschehen“, sagt Dieter Prugnaller und bringt damit eine Haltung auf den Punkt, die den Familienbetrieb seit Generationen begleitet. Neue Ideen, Investitionen und Veränderungen gehören für Altdorfer ebenso zum Alltag wie traditionelle Produkte und bewährte Abläufe. Zum Jubiläumsjahr warten im Oktober zahlreiche Jubiläumsangebote auf die Kundinnen und Kunden.
Investition zum Jubiläum
Dass ein Unternehmen auch nach 280 Jahren nicht stehen bleiben muss, zeigt sich bei Altdorfer immer wieder an den Filialen. Sie werden laufend modernisiert und an die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden angepasst. Zum Jubiläumsjahr fiel die Wahl nun auf Siegendorf. Der Standort gehört seit 2008 zum Filialnetz und zählt für die Familie zu den wichtigsten Dorffilialen außerhalb von Eisenstadt. „Siegendorf ist unsere beste Dorffiliale außerhalb von Eisenstadt“, sagt Dieter Prugnaller. Rund 70.000 Euro investierte die Familie in die Renovierung. Die Filiale präsentiert sich nun mit neuer Einrichtung und einem modernen Erscheinungsbild. Mit der Erneuerung der Stiege vor dem Geschäft werden die Arbeiten in Kürze vollständig abgeschlossen.
- Gabi Bogdany freut sich die Kundinnen und Kunden in der neu eröffneten Filiale begrüßen zu dürfen.
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Familienunternehmen mit Tradition
Hinter der langen Unternehmensgeschichte stehen mehrere Generationen, die den Betrieb weitergeführt und immer wieder an neue Zeiten angepasst haben. Seit ihrem 17. Lebensjahr ist Ulrike Prugnaller-Altdorfer im Unternehmen tätig. 2010 übernahm sie gemeinsam mit ihrem Mann Dieter die Verantwortung für die Weiterentwicklung des Familienbetriebs. Mittlerweile blickt sie auf 39 Jahre im Unternehmen zurück. „Es macht mir immer noch Spaß. Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich und es gibt immer wieder neue Herausforderungen“, erzählt sie. Auch wenn die Arbeit als Familienunternehmen mit viel Verantwortung verbunden ist, möchte das Ehepaar die gemeinsame Tätigkeit nicht missen.
- 2010 übernahm Tochter Ulrike den Betrieb gemeinsam mit Ihrem Mann Dieter Pruggnaller.
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Sechs Tage in der Woche sind für die Familie keine Seltenheit. „Es ist manchmal anstrengend, aber wir machen es gerne. Wenn wir nicht mehr arbeiten könnten, würde uns wahrscheinlich etwas fehlen“, sagt Prugnaller-Altdorfer. Auch die nächste Generation ist bereits im Unternehmen angekommen. Sohn Thomas absolvierte die Meisterschule für Bäcker und Konditoren in Wels und arbeitet heute in der Backstube. Tochter Lisa hat studiert und ist unter anderem für Marketing, Angebotswesen, Catering und die Betreuung der Filialen zuständig.
Zehn Filialen, 50 Mitarbeiter und kurze Wege
Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören mittlerweile zum Unternehmen. In der Backstube beginnt der Arbeitstag bereits um 23 Uhr, gearbeitet wird in Schichten. Aktuell werden auch zwei Lehrlinge ausgebildet. Die Verbundenheit mit der Region spielt für Altdorfer eine wichtige Rolle. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus Eisenstadt und Umgebung, die Filialen werden von der eigenen Backstube aus beliefert. Das Liefergebiet ist bewusst regional gehalten und reicht bis nach Mörbisch und Mattersburg. Gebäck, Mehlspeisen und Feingebäck entstehen in der Backstube in der Industriestraße. Auch für die Eisenstädter Filialen wird mittags noch einmal frisch gebacken. Geliefert wird unter anderem mit Elektrolieferfahrzeugen.
Tradition trifft auf neue Ideen
Trotz aller Veränderungen bleiben viele Produkte eng mit der Geschichte des Hauses verbunden. Die Kundinnen und Kunden schätzen vor allem Bewährtes. „Unsere Kunden sind genauso traditionell wie wir“, erzählt Prugnaller-Altdorfer. Neue Produkte kommen dennoch regelmäßig hinzu. Dinkel und Bio-Produkte spielen eine zunehmend größere Rolle im Sortiment. Auch beim Thema Nachhaltigkeit entwickelt sich das Unternehmen weiter. Ein Stück Eisenstädter Geschichte steckt ebenfalls in den Spezialitäten des Hauses. 1982 entwickelte Hans Altdorfer anlässlich des 250. Geburtstags von Joseph Haydn die Haydntorte. 2002 folgte die Haydnrolle, die an die Lebzelter-Wurzeln des Unternehmens anknüpft und bis heute eine bekannte Spezialität aus Eisenstadt ist.
280 Jahre – und kein Stillstand
Die Wurzeln des Familienbetriebs liegen in der Eisenstädter Hauptstraße. Im Stammhaus in der Hauptstraße wurde das Gewerbe 1746 erstmals urkundlich eingetragen. Seit 1997 wird in der Industriestraße gebacken und produziert, von dort aus werden die zehn Filialen in der Region beliefert. An diesem Standort enstand auch die erste österreichische Drive-in-Bäckerei. Wie sehr sich das Unternehmen im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat, zeigt auch das „Alte Backhaus“ in der Eisenstädter Hauptstraße. In dem historischen Gebäude verbindet Altdorfer Bäckerei und Gastronomie: Neben dem Backen wird dort frisch gekocht, darüber hinaus entstanden im Obergeschoß Appartements. Groß gefeiert wird das Jubiläum nicht mit einem einzelnen Fest. Stattdessen sollen verschiedene Jubiläumsangebote und Aktionen das 280-jährige Jubiläum unterstereichen.
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