Neue Fliegerabwehr
Bundesheer rüstet die Martinkaserne in Eisenstadt auf

Mit Jahresbeginn wurde die 1. Jägerkompanie in eine Fliegerabwehrbatterie umgewandelt. Damit einher gehen umfassende Baumaßnahmen und die Stationierung moderner Radpanzer. | Foto: Trinkl
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  • Mit Jahresbeginn wurde die 1. Jägerkompanie in eine Fliegerabwehrbatterie umgewandelt. Damit einher gehen umfassende Baumaßnahmen und die Stationierung moderner Radpanzer.
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Das Österreichische Bundesheer investiert massiv in den Standort Eisenstadt. Mit der Umwandlung der 1. Jägerkompanie in eine Fliegerabwehrbatterie und umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen erfährt die Martinskaserne eine deutliche Aufwertung.

EISENSTADT. Mit 1. Jänner 2026 wurde die 1. Jägerkompanie offiziell neu aufgestellt. Künftig liegt der Schwerpunkt nicht mehr auf klassischer infanteristischer Ausbildung, sondern auf der bodengebundenen Luftraumverteidigung. Herzstück der neuen Einheit sind moderne Radpanzer des Typs "Pandur" in der Ausführung Fliegerabwehr, die künftig das primäre Waffensystem der Batterie darstellen. Die Neuausrichtung ist Teil der bundesweiten Modernisierungsoffensive „Mission Vorwärts“, mit der das Heer seine Einsatzfähigkeit nachhaltig stärken will.

Aufwertung der Infrastruktur in Eisenstadt

Für die Martinkaserne Eisenstadt bedeutet dies nicht nur eine Änderung des Aufgabenbereichs, sondern auch eine deutliche Aufwertung der Infrastruktur. Derzeit laufen Planungen für die Erweiterung der Unterkunftskapazitäten sowie für den Bau neuer Fahrzeughallen. Diese sollen künftig für Wartung, Pflege und Unterbringung der gepanzerten Fahrzeuge genutzt werden. Für die Martinskaserne bedeutet dies nicht nur eine funktionale Anpassung, sondern langfristig auch eine Sicherung und Stärkung des Standorts.

Die Fahrzeughallen werden, nach der Fertigstellung, unter anderem zu Wartung und Pflege der neuen Radpanzer "Pandur" in der Ausführung Fliegerabwehr benötigt. | Foto:  PETER KOLB / APA / picturedesk.com
  • Die Fahrzeughallen werden, nach der Fertigstellung, unter anderem zu Wartung und Pflege der neuen Radpanzer "Pandur" in der Ausführung Fliegerabwehr benötigt.
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„Mission Vorwärts“

Die Investitionen in Eisenstadt stehen exemplarisch für den umfassenden Ausbau des Bundesheeres im Jahr 2026. Auf Basis eines mehrjährigen Aufbauplans werden gezielte Beschaffungen in den Bereichen Ausrüstung, Mobilität, Schutz, Führung und Infrastruktur umgesetzt. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont dabei den sicherheitspolitischen Anspruch der Offensive: „Wenn wir Frieden, Freiheit, Bevölkerung und unsere Neutralität schützen wollen, dann brauchen wir ein verteidigungsfähiges Bundesheer. Bei der Sicherheit unseres Landes gibt es keine Kompromisse.“

Ein Schwerpunkt liegt auf der persönlichen Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten. Die Einführung des neuen Tarnanzugs wird fortgesetzt und schrittweise auf weitere Verbände ausgeweitet. Ziel ist eine zeitgemäße, einsatzorientierte Ausstattung aller Einsatz- und Ausbildungseinheiten.

Logistik, Panzer und Luftunterstützung

Parallel dazu wird die logistische Durchhaltefähigkeit deutlich gestärkt. Geplant ist die Beschaffung von 49 LKW-Hakenladesystemen zur flexiblen Material- und Gerätekette sowie der Zulauf von insgesamt 855 geländegängigen militärischen Lastkraftwagen. Diese Fahrzeuge bilden das Rückgrat der militärischen Mobilität – sowohl für die Landesverteidigung als auch für Katastrophenhilfe und Einsatzunterstützung im Inland.

Auch bei gepanzerten Systemen setzt das Bundesheer auf Modernisierung: 2026 sollen neun modernisierte Schützenpanzer ULAN, 16 Kampfpanzer Leopard sowie 28 neue Pandur-Radpanzer zulaufen. Ergänzt wird dies durch Investitionen in die Luftunterstützung, darunter die Auslieferung der ersten zwölf Mehrzweckhubschrauber AW169M sowie zwei weitere modernisierte Black Hawk-Hubschrauber. Die bodengebundene Luftraumverteidigung wird weiterhin durch das 35-mm-Fliegerabwehrsystem Skyguard abgesichert.

Infrastrukturprojekte

Begleitend zu den Beschaffungen werden 2026 zahlreiche Bau- und Sanierungsprojekte umgesetzt. Neben Kasernen- und Werkstättenneubauten zählen dazu auch Sportanlagen sowie Energie-, Versorgungs- und Bahnanschlussprojekte an mehreren Standorten. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass moderne Ausrüstung und neue Fähigkeiten auch langfristig wirksam genutzt werden können. Für Eisenstadt bedeutet das: Die Martinskaserne wird nicht nur modernisiert, sondern strategisch neu positioniert – als wichtiger Baustein der österreichischen Fliegerabwehr.

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Das Österreichische Bundesheer investiert massiv in ddie Martinskaserne in Eisenstadt. | Foto: MilKdo Bgld
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