Preiserhöhung um sieben Cent steht ins Haus
Polit-Zank ums Wasser

Für Neubau und Sanierung der Wasserversorgung werden 2019 16,68 Millionen Euro investiert.
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  • Foto: WLV
  • hochgeladen von Hannes Gsellmann

BEZIRK. Das Wasser wird teurer. 1.000 Liter Wasser kosten heute 1,42 Euro, ab kommenden Jahr wird der Preis um sieben Cent pro 1.000 Liter erhöht. Das wurde bei der Verbandsversammlung des Wasserleitungsverbands Nördliches Burgenland (WLV) beschlossen. Ein Grund dieser Erhöhung: der WLV tätigt 2019 Investitionen in der Höhe von 16,68 Millionen Euro.

„Kein Geld im System verbrennen“

Harsche Kritik an dieser Erhöhung des SPÖ-geführten WLV kommt von den LAbg. Christoph Wolf und Markus Ulram (beide ÖVP). „Investitionen sind richtig und wichtig, doch bevor ich einfach mal schnell den Wasserpreis anhebe – moderat oder nicht – muss gewährleistet sein, dass hier kein Geld im System verbrannt wird“, so die beiden unisono.

„Wo anders sparen“

Bei diesem „verbrannten Geld“ spricht die ÖVP nicht nur die erhöhten Personalkosten, sondern im speziellen von Managergehältern sowie von WLV-Chef Zapfls Arbeitsaufwand und Entlohnung. „Sonst ist man in der Sozialdemokratie, was Arbeitszeiten betrifft, nie kleinlaut“, so Wolf, dem seine Fragen bei der Verbandssitzung zur Ungenüge beantwortet wurden. „Es gibt viel Einsparungspotenzial – und zwar ohne dass man beim Kunden oder den fleißigen Mitarbeitern ansetzt“, so Wolf.

„ÖVP-Krawalltrupp“

Zapfl spricht in einer Aussendung von „einer irren Inszenierung eines kleinen ÖVP-Krawalltrupps, mit dessen Eigeninszenierung auch viele ÖVP-Delegierte im WLV nicht einverstanden waren“. „Die ÖVP WLV-Vorstände rund um Obmann-Stv. osef Tschida erklärten im Vorfeld, die moderate Anpassung zu verstehen und zu unterstützen.“

Altes Netz, hohe Preise

Die Anpassung des Wasserpreises ist laut Zapfl schon durch die Preissteigerungsindex der Firmen im Bereich Wasserbau erklärbar, aber auch durch das Netzalter, das verstärkte Investitionen aufgrund vieler Rohrbrüche verlangt. „Damit bauen wir auch einer möglichen Privatisierung der Wasserversorgung vor“, konstatiert Zapfl.

Lange Leitungen

Beim WLV beträgt die Leitungslänge pro Einwohner aufgrund der ländlichen Struktur 17 Meter, der Österreichschnitt liegt bei neun Meter. Trotzdem ist der WLV-Wasservergleich trotz Erhöhung verhältnismäßig tief angesetzt.

„WLV ist Top-Unternehmen“

„Die ÖVP macht hier untaugliche Oppositionspolitik zum Schaden eines gut funktionierenden Unternehmens der gemeinnützigen Daseinsvorsorge“, ist Obmann Zapfl enttäuscht. „Der WLV ist ein Topunternehmen des Landes. Er spiegelt die burgenländische Zusammenarbeit zum Wohle der Bevölkerung optimal wider.“

Autor:

Hannes Gsellmann aus Eisenstadt

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