Sexuelle Gewalt im Burgenland – Fackelumzug und Schweigemarsch durch die Eisenstädter Innenstadt

Die Frauen marschierten mit Friedenskerzen in den Händen durch die Innenstadt, um auf die häusliche Gewalt hinzuweisen.
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  • Die Frauen marschierten mit Friedenskerzen in den Händen durch die Innenstadt, um auf die häusliche Gewalt hinzuweisen.
  • Foto: Frauenhaus Burgenland
  • hochgeladen von Franz Tscheinig

EISENSTADT (ft). Anlässlich der vielen internationalen Berichterstattungen über sexuelle Belästigungen von Frauen, scheint die weltweite Kampagne "16 Tage gegen Gewalt" heuer aktueller und wichtiger denn je. Auch das Frauenhaus Burgenland schließt sich jährlich dieser Initiative an.

Jede fünfte Frau betroffen

Heuer lud das Haus unter anderem zu einem gemeinsamen Fackelumzug durch die Eisenstädter Innenstadt. Dieser führte die Frauen mit Friedenskerzen in den Händen von der Landesregierung über die Hauptstraße bis zum Rathaus. "Mit dem Kerzenschein ist es uns einmal mehr gelungen, Licht auf das nur allzu gern im Dunklen gehaltene Thema der häuslichen Gewalt zu werfen. Nach wie vor ist in Österreich jede 5. Frau von häuslicher Gewalt betroffen. Diese kann jede von uns treffen und deshalb ist es wichtig, einmal mehr auch die Bevölkerung zur Zivilcourage aufzurufen. Häusliche Gewalt muss aus der Dunkelheit der eigenen vier Wände herausgeholt, sichtbar gemacht und angesprochen werden. Dies liegt in unserer aller Verantwortung!", heißt es in einer Aussendung vom Frauenhaus Burgenland.

Recht auf gewaltfreies Leben

Wenige Tage später veranstalteten die SPÖ Frauen Burgenland eine Aktion: Sie luden zu einem Schweigemarsch. "Damit wollen wir darauf aufmerksam machen, dass Gewalt gegen Frauen im Jahr 2017 nichts mehr verloren hat, allerdings sprechen die bis jetzt im Burgenland ausgesprochenen 188 Wegweisungen eine andere Sprache. Wir wollen Frauen stark machen und gut informieren, damit sie wissen, wo es rasch Hilfe bei Gewalt gibt“, so SPÖ Landesfrauenvorsitzende Verena Dunst.

Hier gibt es Hilfe

Neben der Polizei (Notruf: 133) ist auch die Frauenhelpline 0800 222 555 rund um die Uhr erreichbar. Das Gewaltschutzzentrum Burgenland (www.gewaltschutz.at) und das Frauenhaus Burgenland (www.frauenhaus-burgenland.at) bieten darüber hinaus Schutz. Einen raschen Kontakt zu Hilfseinrichtungen bietet die fem:HELP-App, die auf der Seite des Frauenministeriums unter www.bmgf.gv.at/home/femHelp_App heruntergeladen und direkt aufs Handy gespeichert werden kann.

Die Frauen marschierten mit Friedenskerzen in den Händen durch die Innenstadt, um auf die häusliche Gewalt hinzuweisen.
Die SPÖ Frauen Burgenland beim Schweigemarsch in der Landeshauptstadt.

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