Wulkaprodersdorf spricht sich auf Infoabend weiterhin gegen Bahnschleife aus

Der Einreichplan der ÖBB: Unten Wulkaprodersdorf, mittig die Kreuzung B50 mit B16, oben die Firma König. In rot die geplante Bahnschleife.
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  • Der Einreichplan der ÖBB: Unten Wulkaprodersdorf, mittig die Kreuzung B50 mit B16, oben die Firma König. In rot die geplante Bahnschleife.
  • hochgeladen von Helmut Pfeiffer

WULKAPRODERSDORF. Das schon seit Jahren geplante Projekt zur Verkürzung der Fahrtzeit von Eisenstadt nach Wien steht kurz vor seiner Finalisierung. Die dazu benötigte Bahnschleife von Eisenstadt über Wulkaprodersdorf nach Müllendorf sorgt jedoch für reichlich Widerwillen. Doch die Protestbewegung hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

Entscheidung liegt bei Hofer
Momentan liegt er da, der neue Bauentwurf der Bahnschleife, am Schreibtisch des Infrastrukturministers Norbert Hofer. Und gleich daneben wohl auch der Brief der BIB, worin man seine Bedenken über den Plan der Bundesbahn äußert. Hofer hat noch nicht geantwortet. Glaubt man den Stimmen der BIB, stehen die eigenen Chancen jedoch schlecht. Man war laut eigenen Aussagen auch schon bei LH Niessl, von dem man trotz seines Zusicherns noch keinerlei Unterstützung bekam. Aus diesem und anderen Gründen sieht die BIB ihre Gegenspieler nicht in der ÖBB, sondern auch in der Politik.

Die Argumente der BIB
Das Ökosystem würde einen herben Einschnitt erleiden, heißt es von der BIB, was nach der Ablehnung einer Umweltverträglichkeitsprüfung auf Verwunderung stößt. Ebenso würde das Drainagesystem zur Entwässerung der Felder in seinen Grundfunktionen ineffizient werden. Grundstücke verlieren Lebensqualität und somit an Wert. Ein geplanter Kreisverkehr müsste auf 9m Höhe errichtet werden, um über den Gleisen den Verkehr zu regeln, was wiederum Lärm, Feinstaub und erhöhte Abgase verursachen würde. Der Kreisverkehr würde B50 und B16 koppeln, und somit etwa 12 000 Autos pro Tag verteilen. Für eine Verkürzung der Bahnfahrt nach Wien um 5 Minuten.

Die Taktik lautet Aktionismus
Die BIB setzt in puncto Taktik auf öffentliche Aktionen. Anfang Februar will man den Kreisverkehr am Nachmittag simulieren. Hilfestellung gibt es vonseiten des Bürgermeisters Fritz Zarits: "Sobald der Bescheid kommt, werden wir alles dagegen tun. Wir gehen bis zum Verwaltungsgerichtshof und Verfassungsgerichtshof."

Der Einreichplan der ÖBB: Unten Wulkaprodersdorf, mittig die Kreuzung B50 mit B16, oben die Firma König. In rot die geplante Bahnschleife.
Die Vertreter der Bürgerinitiative: Stefan Iwanschitz, Andrea Wild, Udo Borchers und Richard Hermann.

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