Gehen für den Frieden
Peacewalk - Finale im Burgenland und Bordercrossing A/HU
- hochgeladen von Monika Petanovitsch
PEACEWALK BURGENLAND 2026 - die 5. Etappe startete am 11. August in Eisenstadt und führte nach Purbach!
Was für eine Kulisse! Treffpunkt der Teilnehmer:innen vor dem Schloss Esterházy - das Wahrzeichen von Eisenstadt!
Der Start war geprägt, ganz im Zeichen des Kennenlernens und mit neuen Kooperationen! Großartige Unterstützung durch die "VIA SANCTI MARTINI St. Martinus Gemeinschaft Eisenstadt" und "FLAME OF HOPE"!
Reinhilde und Karl Wodisch, Vorstandsmitglieder der St. Martinus Gemeinschaft, sprachen Grußworte und mit einem Bitt-Gebet wurde der Hl. Martin von Tours als Wegbegleiter angerufen, den Pilgertag zu begleiten.
23 Teilnehmende machten sich auf den Weg, zusätzlich waren noch Menschen gekommen, um den Start zu unterstützen, dann spazierte die Gruppe entlang der Fußgängerzone zum Eisenstädter Dom. 1924 wurde der hl. Martin von Tours zum Landespatron des Burgenlandes ernannt. Am 15. August 1960 wurde die Errichtung der Diözese Eisenstadt mit der Bulle "Magna quae" durch Papst Johannes XXIII. verfügt und am 11. November, dem Fest des hl. Martin, wurde Diözesanbischof Stefan László inthronisiert.
Im Martinsdom sprachen wir uns gemeinsam den Pilgersegen zu, musikalisch begleitet von Barbara Buchinger.
Als besonderen Moment erlebten wir die Vereinigung der FLAME OF HOPE mit dem MARTINSLICHT!
Alice Dalsass, Vizepräsidentin der Organisation "Flame of Hope" richtete ihre Grußworte an die Pilgergruppe und erzählte über die Intention der Bewegung der Internationalen Friedensinitiative: "...als Symbol für die gemeinsamen spirituellen Wurzeln aller Menschen..., ...und die Anwesenheit des Geistes Gottes in der Welt: Vertrauen, Verzeihen, die große Liebe Gottes und Dankbarkeit für das Leben und die Schöpfung..."
Die nächste Statio führte uns zur Martinkaserne wo Hannes Artner, ebenfalls Vorstandsmitglied in der St. Martinus Gem., die Bedeutung und den Bezug der Soldaten heute, zum ehemals römischen Soldaten Martin herstellte.
Einen herzlichen Empfang mit Labestation bereitete uns der "Verein Dorfblick St. Georgen" in St. Georgen - Obmann Dr. Erich Kummer gab Einblick in die Aufgaben und die Tradition der Vereinskultur. Es erfolgte ein "historischer Moment", als die Skulptur des hl. Martin enthüllt wurde, diese wird eine der Stationen markieren, welche entlang des "Friedensweges von Eisenstadt bis St. Georgen" geplant sind.
Nach ca. 6 Kilometern erreichen wir das sogenannte "Schauerkreuz", es soll errichtet worden sein, um Unwetter, Hagel "Schauer" von den Weingärten und Äckern abzuwenden. Wir tauchen nun in den großräumigen Wald unterhalb vom Leithaberg ein, es geht auf teilweise schnurgeraden Forstwegen Richtung Donnerskirchen, vorbei am gemauerten Schutzwall des ehemaligen Tiergartens.
Nachdem wir aus den Wald heraustreten öffnet sich der Blick und am Horizont präsentiert sich der Neusiedler See! Die wohlverdiente Rast legen wir beim Gasthaus Kolarik ein, gleich neben dem Sonnenwaldbad. Weiter geht's durch das Ortsgebiet von Donnerskirchen und dann, no na, bergauf zur "Bergkirche", sie ist dem hl. Martin geweiht. Nach einer kurzen Mittags-Meditation werden wir von Gerhard Jellasitz begrüßt, von ihm hören wir die Geschichte der Entstehung des „Friedensweges“ (dieser führt von Donnerskirchen nach Purbach), welcher durch seine Initiative geschaffen worden ist. Berührende Zitate, von namhaften Friedensstifter:innen, begleiten den Weg!
Ein traumhafter Weitblick eröffnet sich von der Terrasse am Kirchplatz neben der „Bergkirche“!
Wir folgen nun dem "Kirschblüten-Radweg", immer wieder mit schönen Ausblicken zum See. Gerhard Jellasitz gibt uns entlang des Friedensweges viele interessante Informationen über historische Begebenheiten in dieser Region.
Schön langsam nähern wir uns dem Tagesziel - Purbach ist in Sicht. Bald erreichen wir die Ortstafel von Purbach und gehen entlang der historischen Kellergasse weiter bis zum "Ottokar-Jakobs-Platz" - hier endet der "Donnerskirchen-Purbach-Friedensweg" bei der "Flame of Peace"-Skulptur, sie wurde von den Purbacher Künstlern Franz Humann und Andreas Frank geschaffen. 2021 wurde das Denkmal enthüllt - Purbach erhielt den Titel einer Europäischen Friedensgemeinde.
Das endgültige Ziel unserer 5. Etappe Peacewalk Burgenland erreichen wir nach, "heißen", ca. 19 Kilometern: die Pfarrkirche hl. Nikolaus!
Hier werden wir von Waltraud Theil empfangen - gemeinsam sprechen wir das FRIEDENSGEBET! Musikalisch umrahmt von Waltraud, die uns mit ihrer "Liebesflöte" verzaubert und mit einfühlsamen Melodien unseren Tag ausklingen lässt!
Im Pfarrheim erwarteten uns noch die Purbacher Frauen mit einer erfrischenden Agape: "Vergelt's Gott"
DANKE DEN VIELEN PILGERINNEN UND PILGERN FÜR DAS WUNDERBARE GEMEINSAME UNTERWEGS-SEIN! DANKE DEN UNTERSTÜTZER:INNEN UND KOOPERATIONSPARTNER:INNEN! ALLEN, DIE DIESEN FRIEDENSGEDANKEN WEITERTRAGEN!
Es GEHT gleich weiter am darauf folgenden Tag...
Peacewalk Burgenland 2026 – Bereits am nächsten Tag erfolgt der START der 6. Etappe in Purbach! In der Pfarrkirche hl. Nikolaus begrüßt uns Waltraud Theil und lässt uns mit einem Gedicht und einem Musikstück auf ihrer "Liebesflöte" am Sonnenaufgang übern See teilhaben - sehr berührend!
10 Peacewalker:innen machen sich auf den Weg - Alice Dalsass ist den zweiten Tag mit ihrer "Flame of Hope"-Laterne mit dabei! Bald lassen wir das Ortsgebiet von Purbach hinter uns, leicht ansteigend erreichen wir die Weingärten und es geht am "Naturpark-Panoramawanderweg" Richtung Breitenbrunn.
Trockenheit und Hitze sind allgegenwärtig - jeder noch so kleine schattenspendende Baum ist für eine Rast willkommen.
Wie GEHT Frieden? Schließt auch die Frage mit ein: "Wie übernehme ICH Schöpfungsverantwortung?"
Ein Pfad mit schönen Ausblicken lädt ein, ein Stück in STILLE zu gehen - ein Impuls aus dem Buch "Der Fließweg" begleitet uns dabei: "Wer in den zeitlosen Augenblick fällt, geht nicht verloren..."
Nach ca. 6 Kilometern erreichen wir Breitenbrunn... - sehenswert sind die historischen Weinkeller am Kellerring! Wir wandern durch den Ort, wo uns in einem Privathaus eine Labestation angekündigt wurde - und wir werden vom Sohn des Hauses auf das herzlichste bewirtet, Anton "schaukelt und organisiert" das alles bravorös! DAAAANKE der Familie für das Vertrauen und die Gastfreundschaft!
Der Weg führt uns weiter durch den historischen Ortskern mit seinem markanten Wehrturm (mit Turmmuseum)!
Plötzlich erblicken wir in einer Seitengasse eine Wandergruppe - sofort ist klar: das sind die Internationalen Peacewalker:innen!!! Das Zusammentreffen der Burgenländischen Peacewalker:innen mit den Internationalen Peacewalkerinnen war für Neusiedl am See geplant, wegen einer Routenänderung kam es nun zu dieser früheren Begegnung. Es herrschte große Freude über dieses "vorzeitige" Aufeinandertreffen, somit hatten wir die Möglichkeit, auf der gemeinsamen Strecke bis Neusiedl, uns kennenzulernen und auszutauschen!
Nach ca. 9 Kilometern (die Internationalen Peacewalker:innen haben von ihrem Startort, Mannersdorf, bereits doppelt so viele Kilometer hinter sich) machen wir in Winden Mittagsrast bei einem Heurigen-Weinkeller.
Die Strecke führt dann entlang des gekennzeichneten Weitwanderweges "Zentralalpenweg 02", auch als "unterer Radweg" benannt, außerhalb der Ortschaft Jois - "do zaht si da Weg", vorbei an, von Trockenheit, gezeichneten Feldern...
Dann endlich: die Ortstafel NEUSIEDL AM SEE - unser Tagesziel, hier mündet der Peacewalk Burgenland/Pannonischer Friedensweg in den "JERUSALEMWAY" ein!
An der Hauptstraße erwartet uns die Peacewalkerin Martine, sie ist bereits seit dem 5. Mai ununterbrochen am Peacewalk! In Neusiedl hat sie einen Rasttag eingelegt, nun begleitet sie uns... - Respekt & Dank allen Peacewalker:innen die den Friedensgedanken weitertragen!
Wir ziehen entlang der Hauptstraße (unterwegs sprechen uns Passanten an, um die Bedeutung unserer Wanderung zu erfahren!) bis zum Etappenziel: die Pfarrkirche hl. Nikolaus!
Im Pfarrgarten werden wir von Michaela Sattler und Martin Pieber empfangen. Den Abschluss unserer Friedenswanderung widmen wir auch der Geschichte der "Holocaust-Gedenktafel" (diese Tafel ist an der Mauer neben der Pfarrkirche angebracht), Martin Pieber als Initiator dieser Gedenkstätte gibt uns interessante Einblicke über seine historischen Forschungen zur Zeitgeschichte und zur jüdischen Geschichte in Neusiedl, so konnte er belegen, dass 40 Menschen, darunter Juden, Roma und Euthanasieopfer durch den Nationalsozialismus zu Tode kamen.
INNEHALTEN mit dem gemeinsamen FRIEDENSGEBET und dem Entzünden der "Flame of Hope" - One Earth - One Humankind - One Flame!
Die Flamme der Hoffnung GEHT weiterhin auf dem Peacewalk mit - Alice hat sie an Martine übergeben (Martine geht noch bis Budapest weiter) ...........
DANKE DEN VIELEN PILGERINNEN UND PILGERN FÜR DAS WUNDERBARE GEMEINSAME UNTERWEGS-SEIN! DANKE DEN UNTERSTÜTZER:INNEN UND KOOPERATIONSPARTNER:INNEN! ALLEN, DIE DIESEN FRIEDENSGEDANKEN WEITERTRAGEN!
Dieser besondere Tag fand bei einer Pilgerjause im Pfarrheim seinen gemütlichen Ausklang - DANKE Michaela zusammen mit den Neusiedler Frauen für die großartige Unterstützung!!!!
Es GEHT am darauf folgenden Tag gleich weiter...
PEACEWALK AUSTRIA – Finale und Bordercrossing: Donnerstag, 13. August 2026!
Diese Tagesetappe ist die letzte von insgesamt 40 Etappen, auf der Hauptroute, durch Österreich - am 25. Juni wurde die schweiz.-österr. Grenze überschritten. Am 31. Jänner 2026 hat die Friedenswanderung in Finisterre in Spanien begonnen und führt auf insgesamt 8500 Kilometern durch 19 Länder bis nach Jerusalem, Peacewalk wird dort im Mai/Juni 2027 ankommen! Die Peacewalk-Etappen am Hauptweg folgen dem gekennzeichneten JERUSALEMWEG!
Guten Morgen in Neusiedl am See! "Circle" für den Tagesablauf und kurze Vorstellrunde der Teilnehmenden. Peacewalker:innen aus (fast) allen Himmelsrichtungen machen sich auf den Weg..., TN:innen aus Amsterdam, Regensburg, Straßburg, Wien, Kärnten, Burgenländerinnen.... - "That's it = Peacewalk!"
Die Strecke der letzten Österreich-Etappe führt uns vom Start bei der Pfarrkirche hl. Nikolaus, entlang der Hauptstraße und anschließend auf den Kalvarienberg - der Hügel mit der Kalvarienberg-Kapelle bietet einen unbeschreiblich schönen PANORAMABLICK!!! ...Ge(h)danken: so wie sich der Blick für die Weite der Landschaft öffnet, möge sich auch unser Herz weiten und öffnen…
Die Wege führen etwas oberhalb der Orte durch die Weingärten und wir blicken auf den Ort Weiden am See und auf das Panorama des Neusiedler Sees.
Die Sonne und hohe Temperaturen sind permanente Begleiterinnen, jedes schattige Plätzchen ist für eine Trinkpause Goldes wert! Schöne Begegnungen und gute Gespräche am Peacewalk lassen jedoch die Zeit wie im Fluge vergehen, sowie ein guter Gedanke "Flame of Hope" GEHT mit! "- ...tragen und getragen werden..."
Nach ca. 11 Kilometern erreichen wir die Aussichtsplattform am Salzberg, hier begrüßt uns Christine Wendelin, sie hat eine Labestation vorbereitet! Mmmmmmmmh - köstliche Grammelpogatscherl, Weintrauben🍇 & Erfrischungsgetränke, sowie ein gutes Tröpferl🍷/ VERGELT'S GOTT, LIEBE CHRISTINE!!!
Nach der Stärkung für unseren Körper ist auch ein INNEHALTEN für die Seele angesagt... - wir nehmen den Impuls des Tages mit, um eine halbe Stunde im Schweigen zu gehen...
„Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.“ (Weisheit indigener Völker).
Der Weg führt weiter durch die Weingärten oberhalb der Orte Gols und Mönchhof, nach ca. 16 Kilometern erreichen wir den Schlosspark von Halbturn mit seinem Barockschloss.
Schloss Halbturn, eines der bedeutendsten Barockbauwerke im Burgenland, diente einst dem Kaiserhaus als Jagd- und Sommerresidenz. Es wurde 1711 von Lucas von Hildebrandt, einem Meister der barocken Baukunst, unter Kaiser Karl VI. errichtet. Schloss und Park mit ihrem charmanten Flair, wirklich sehenswert!
Durch den Schlosspark führen zwei Pilger- und ein Weitwanderweg: Jakobsweg, Jerusalemweg und der Bernstein Trail!
Die röm.kath. Pfarrkirche, am Ende des Schlossparks gelegen, ist dem hl. JOSEF geweiht und wurde erstmals 1714 urkundlich genannt. Die vorreformatorische Pfarre wurde 1786 neu errichtet. Der Umbau und die Erweiterung der Kirche erfolgte um 1730 nach einem Entwurf von Josef Emanuel Fischer von Erlach!
Wir lassen Halbturn hinter uns, biegen auf die Landstraße ein, und "im Gänsemarsch" geht es der österr.-ung. Grenze entgegen - an der Grenze empfängt uns Alice mit ihrer "Flame of Hope".
BORDERCROSSING – NUN IST ES SOWEIT: die Gruppe wird von Jonas und Jan vom Civil Action Network (CAN) erwartet, sie haben die Tour durch Austria, sieben Wochen, zusammen mit Ehrenamtlichen organisiert und begleitet!
Wir überschreiten die Grenze zu Ungarn und erleben noch berührende Momente, indem wir gemeinsam im ungarischen Ort Albertkásmérpuszta, unmittelbar an der Grenze, noch zur Kirche pilgern um kurz Inne zu halten - Dankbar für alles, was uns unterwegs "geschenkt" wurde...
"Frieden ist keine Illusion.
Frieden ist eine Aufgabe.
Friede lernen wir gemeinsam.
In einer Zeit in der Gespräche oft abbrechen und Gräben wachsen, gehen wir los.
Seite an Seite.
Um zuzuhören. Zu lernen.
Denn Frieden entsteht nicht im Stillstand.
Er beginnt, wenn Menschen gemeinsam losgehen."
(Auszug aus Peacewalk.info)
Zahlen und Daten zum PEACEWALK AUSTRIA:
Laut einem Bericht von Jonas (CAN), "... sind in Österreich in diesen sieben Wochen in etwa 350 Menschen mitgegangen, auf 40 Etappen mit ca. 930 Kilometern.
Es gab 19 Veranstaltungen entlang des Weges, 6 Partnerorganisationen, mit denen wir zusammengearbeitet haben.
• 38 Orte, an denen wir schlafen durften – von Pfarren über Pfadfinderheime bis hin zu einer Druckerei und einem Pilzhof.
Möglich war das nur, weil es Menschen wie euch gibt: weil jemand eine Tür geöffnet und uns in der eigenen Gemeinde willkommen geheißen hat. Dafür wollen wir uns von Herzen bedanken!"
Zahlen und Daten zum PEACEWALK BURGENLAND:
...auf insgesamt 6 Tagesetappen, von Süd nach Nord, haben wir ca. 120 Kilometer zurückgelegt!
75 Personen waren mit auf dem Weg, davon absolvierten einige sogar mehrere Etappen, somit waren es 110 Teilnehmer:innen insgesamt!
Kooperationen und Unterstützung: Jerusalemweg, Schlösserstraße, KBB/Friedensburg, St. Martinus Gemeinschaft, Flame of Hope.....u.v.m.
Und die vielen Helfer:innen am Weg, welche uns mit Labestationen versorgt haben!
Einfach DANKE an alle, die in irgendeiner Weise beteiligt waren, diesen Peacewalk Burgenland zu unterstützen!
MERCI & PACE E BENE SAGT EUCH, Monika
Fotos: Peacewalk Burgenland & Monika Petanovitsch
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