LFS Eisenstadt
Neuer Imkerei-Schwerpunkt ab Herbst 2026 mit echtem Honig
- Julia Mainx und Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (v.l.) bei den Bienenstöcken im Landhaus-Garten.
- Foto: Büro LH-Stv.in Haider-Wallner
- hochgeladen von Sandra Koeune
Ab Herbst 2026 erweitert die Landwirtschaftliche Fachschule (LFS) Eisenstadt ihr Angebot um das Fach Bienenkunde. Für den erfolgreichen Abschluss sind 24 Bildungseinheiten vorgesehen.
EISENSTADT. Mit dem neuen Schwerpunkt Bienenkunde sollen Schülerinnen und Schüler einen fundierten Einblick in die Imkerei erhalten – von der Betreuung der Bienenvölker bis zur Ernte und Verarbeitung des Honigs. Im Mittelpunkt steht die praktische Arbeit mit insgesamt fünf bio-zertifizierten Bienenvölkern. Drei Völker werden auf Flächen der LFS Eisenstadt aufgestellt, zwei weitere finden ihren Platz im Garten beim Landhaus. Betreut werden die Bienen von den Schülerinnen und Schülern des zweiten Jahrgangs unter der Leitung von Julia Mainx.
Bienenvolk als kleines Ökosystem
„Die SchülerInnen begleiten die Bienenvölker über ein ganzes Schuljahr und lernen dabei alle wesentlichen Arbeitsschritte der Imkerei kennen“, sagt Mainx. Der Unterricht soll dabei nicht bei der Vermittlung von Fachwissen stehen bleiben. Die unmittelbare Arbeit mit den Tieren ermögliche auch einen besonderen Blick auf natürliche Zusammenhänge: Die Jugendlichen lernen, Veränderungen bei Wetter, Vegetation und Umwelt wahrzunehmen und entsprechend darauf zu reagieren.
- Ein Bienenvolk besteht aus rund 35.000 Bienen.
- Foto: pixabay / terski
- hochgeladen von Sandra Koeune
Bei der Nahrungssuche legen die Tiere weite Strecken zurück und sind in einem Radius von bis zu drei Kilometern rund um den Bienenstock unterwegs. Damit werden sie auch zu einem anschaulichen Beispiel für die enge Verbindung zwischen Landwirtschaft, Ökosystemen und Bestäubung. Agrarlandesrätin Anja Haider-Wallner sieht in der neuen Ausbildung einen wichtigen Beitrag zur landwirtschaftlichen Bildung: „Bienen sind für unsere Landwirtschaft unverzichtbar – deshalb wollen wir ihre Bedeutung auch in der Ausbildung unserer Junglandwirtinnen und Junglandwirten stärker verankern.“
Einstieg in die Bienenwirtschaft
Das neue Fach ist zugleich als Einstieg in eine weiterführende Ausbildung angelegt. Wer die 24 Bildungseinheiten erfolgreich absolviert, erhält ein Zertifikat, das als erster offizieller Ausbildungsschritt für den Lehrgang „Facharbeiter Bienenwirtschaft“ angerechnet werden kann. Damit wird auch die Voraussetzung für die Neueinsteiger-Förderung der AMA im Bereich Bienenwirtschaft geschaffen. Zusätzlich ist eine Zusammenarbeit mit dem Jugendbeauftragten des Burgenländischen Imkerverbandes vorgesehen, um besonders interessierte SchülerInnen gezielt zu fördern.
Vom Bienenstock zum „Landhaushonig“
Die praktische Arbeit soll schließlich auch ein sichtbares Ergebnis hervorbringen: Aus dem Honig der fünf Bienenvölker soll der erste „Landhaushonig“ entstehen. Ein Bienenvolk produziert durchschnittlich rund 25 Kilogramm Honig pro Jahr. Der gewonnene Honig soll in kleinen Mengen als Geschenk verwendet werden. Auch bei der Präsentation des Produkts sind die Schülerinnen und Schüler eingebunden. Die Gestaltung der Etiketten übernehmen sie selbst.
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