03.11.2017, 14:13 Uhr

Burnout: Zustand der totalen Erschöpfung

Volkskrankheit Burnout: ein komplexes und zeitgemäßes Thema, von dem wohl jeder erwachsene Österreicher schon gehört hat. (Foto: Haun)

Anders als Stress und Depression betrifft Burnout ausschließlich die Erschöpfung am Arbeitsplatz

Ein Burnout gilt nicht als eigentliche Diagnose. De facto ist es keine Krankheit sondern wird als Erklärung zu anderen Diagnosen hinzugefügt. Vielmehr beschreibt Burnout einen Prozess, der unbehandelt in einer Depression mündet.

Warnsignale

Dieser schleichende und langwierige Prozess verläuft ohne konkrete Zeitvorgaben in Phasen, wobei hier unterschiedliche Theorien und Konzepte nebeneinander existieren. Allen gemein sind jedoch typische Warnsignale wie Ermüdung, Erschöpfung und Reizbarkeit.

Stress und Burnout

Die beiden Begriffe Stress und Burnout gehören unweigerlich zusammen. Zwar kann Stress am Arbeitsplatz in allen Berufsfeldern vorkommen, führt jedoch nicht zwangsläufig zu Burnout. Stresserleben ist eine wichtige, aber nicht die einzige Komponente im Burnout-Prozess.
Stress entsteht also erst, wenn die betroffene Person in einer Belastungssituation keine geeigneten entlastenden Methoden finden kann. Während Stress also keinesfalls zwingend zu einem Burnout führen muss, basiert das Burnout immer auf Stress.

Depression und Burnout

Der Begriff Burnout betrifft ausschließlich die Erschöpfungssymptomatik im Kontext Arbeit.
Sobald auch andere Bereiche als die tägliche Arbeit mit negativen Gefühlen betroffen sind, handelt es sich ebenfalls nicht mehr um ein reines Burnout. Während Burnout also von der beruflichen Belastung her interpretiert wird, ist bei einer Depression die Krankheitsursache offen. Es können auch andere psychosoziale Belastungen, Konflikte oder gar körperliche Störungen vorliegen, welche letztendlich eine Depression bedingen. Sobald depressive Symptome zu einem Burnout hinzukommen ist es streng genommen kein Burnout mehr.
In einer fortgeschrittenen Burnout-Phase gibt es jedoch große Überschneidungen mit depressiver Symptomatik, wodurch eine klare diagnostische Abgrenzung erschwert wird.

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