19.10.2016, 13:05 Uhr

Ab 1.1.2018: Schauspieler Gerald Pichowetz neuer Intendant der Mörbischer Seefestspiele

Gerald Pichowetz agiert ab dem 1. Jänner 2018 als Intendant der Seefestspiele Mörbisch. (Foto: Seefestspiele Mörbisch)
EISENSTADT/MÖRBISCH. Dagmar Schellenbergers Zeit als Intendantin der Seefestspiele Mörbisch geht ihrem Ende zu: Am Mittwochvormittag präsentierte Kulturlandesrat Helmut Bieler mit dem Schauspieler Gerald Pichowetz ihren Nachfolger auf einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

Sieger von fünf Bewerbern

Bereits im Mai war der Intendantenposten ausgeschrieben worden. Bis zur Bewerbungsfrist am 29. Juli hatten sich fünf Nachfolger gemeldet. Diese mussten sich anschließend einem Experten-Hearing stellen. Gerald Pichowetz kann als Direktor des Gloria Theaters (seit Oktober 2001) sowie Gründer und ehemaliger Leiter der Bühne 21 auf jahrelange Erfahrung im Bereich der künstlerischen Leitung zurückgreifen und setzte sich offensichtlich gegen seine Konkurrenten durch: "Die Jury kam beim Hearing zu einem objektiven und eindeutigen Ergebnis", betonte Bieler bei der Pressekonferenz.

"Best Practice"

Die fünfköpfige Jury hatte die fünf Bewerber laut Peter Zulehner, dem Vorsitzenden des Experten-Hearings, unter anderem auf ihre künstlerische Kompetenz, ihre bisherigen Erfolge, ihre Teamkompetenz, ihre Auftreten und Charisma sowie auf ihre strategische Weltsicht geprüft. "Mit diesem Hearing haben die Seefestspiele Mörbisch ein Best Practice geliefert. Genau so haben solche Verfahren abzulaufen", sagte Zulehner.

Kaisermühlen Blues

Der 52-jährige Pichowetz erlangte vor allem durch seine Darstellung des behinderten Franzi Mayerhofer – vielleicht besser bekannt als "Fünfer" – in der Fernsehserie Kaisermühlen Blues zumindest österreichweit Bekanntheit.
Bei seiner Vorstellung in Eisenstadt zeigte sich der Neo-Intendant erfreut, aber auch demütig: "Ich bin übermannt von Freude und Demut, diese großartige Aufgabe übernehmen zu dürfen", so Pichowetz.

Von A bis Z

Jene neue Aufgabe, die er offiziell am 1. Jänner 2018 in Angriff nehmen wird, bedeute, "das weltweit größte Operettenfestival zu schultern". Dies werde er mit "tausendprozentiger Freude angehen". Pichowetz wolle Unterhaltungs- und Musiktheater auf höchstem NIveau bieten. "Mörbisch lebt nicht von der Intimität sondern von der Opulenz." Sein Motto für seine zukünftige Tätigkeit nannte er übrigrens auch: "Von A wie Applaus bis Z wie Zugabe."

Schellenberger geht

Noch-Intendantin Dagmar Schellenberger wird ihre insgesamt fünf Jahre andauernde Intendanz mit der Operette „Der Vogelhändler“ im kommenden Jahr beenden. Ihr Vertrag läuft am 31. Dezember 2017 aus. Sie war bis jetzt für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
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