09.11.2016, 15:16 Uhr

Eine Milliarde Euro für Burgenlands Infrastruktur – Niessl und Leichtfried präsentierten Investitionspaket bis 2022

Präsentierten das Investitionspaket: LH Hans Niessl (m.), Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (r.) und Alexander Walcher (l., GF der ASFINAG Bau Management GmbH)
Eisenstadt (ft). Zum sechsten Mal in den vergangenen 14 Tagen besuchte am Mittwochvormittag ein Mitglied der Bundesregierung das Burgenland: Infrastrukturminister Jörg Leichtfried beehrte Landeshauptmann Hans NIessl im Eisenstädter Landhaus. Mit dabei hatte er ein eine Milliarde Euro schweres Investitionspaket. Dieses soll bis 2022 in Burgenlands Straßen, Schienen, Breitband, Forschung und Entwicklung fließen.

Infrastruktur als Rückgrat der Wirtschaft

Schließlich sei eine leistungsfähige Infrastruktur das Rückgrat unserer Wirtschaft, sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried bei der Pressekonferenz im Landhaus. „Deshalb investieren wir im Burgenland rund eine Milliarde Euro in eine zuverlässige Bahn, sichere Straßen, schnelles Internet und industrienale Forschung.“ Damit schaffe und sichere man auch rund 11.000 Arbeitsplätze.

730 Millionen für Straßen

Landeshauptmann Niessl bedankte sich beim Infrastrukturminister für die eine Milliarde Euro und erklärte die Details: 730 Millionen Euro werden in die Straßen gesteckt, davon fallen alleine rund 560 Millionen auf die Errichtung der 29 km langen Fürstenfelder Schnellstraße S 7, die das Südburgenland sowie die Oststeiermark an die A2 Süd Autobahn und Ungarn anschließen werden.
Weitere rund 105 Millionen sind für den Ausbau der Schnellstraße S 31 zwischen Mattersburg und Weppersdorf vorgesehen, die restlichen rund 90 Millionen werden für eine Sanierung sowie Fahrstreifenerweiterung der A4 Ost Autobahn verwendet.

150 Millionen für Schienen

Aber auch Burgenlands Schienen bekommen einen Anteil der Milliarde: Durch die Errichtung eines rund zwei Kilometer langen Schleifengleises und der neuen Haltestelle „Wulkaprodersdorf Ost“ soll eine schnelle Direktverbindung von Eisenstadt nach Wien über die Pottendorfer Linie ermöglicht werden. 20 Millionen sind dafür eingeplant. Zusätzlich soll durch einen Neubau eines weiteren Schleifengleises in Niederösterreich die Fahrzeit zwischen Eisenstadt und Wien von 60 auf 45 Minuten verkürzt werden. Plus: Erstmals wird damit eine umstiegsfreie Bahnverbindung zwischen Eisenstadt und Wien über die Pottendorfer Linie möglich.
Auch in die Netze der Raaberbahn und der Neusiedler Seebahn werden bis 2022 rund 56 Millionen investiert.

44 Millionen für Breitbandversorgung

Zu den Investitionen in Straße und Schienen kommen auch Fördermittel für den Ausbau der flächendeckenden Breitbandversorgung. Das Förderbudget beträgt rund 22 Millionen, durch die zusätzliche private Investitionen in gleicher Höhe ausgelöst werden sollen. Damit werden die derzeit rund 42.000 unterversorgten Wohnsitze an moderne Breitband-Infrastruktur angebunden und bereits in der Bauphase bis zu 650 Jahresbeschäftigungsplätze geschaffen.

35 Millionen für Forschung und Entwicklung

Zusätzlich investiert das Infrastrukturministerium bis 2022 rund 35 Millionen in Forschung und Entwicklung. Dadurch stehen jährlich rund 6 Millionen Euro für Forschungsprojekte zur Verfügung. Besonders in der Forschung herrsche nämlich ein großes Defizit, so Niessl. "Hier müssen wir aufholen!"
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