28.09.2017, 09:53 Uhr

Großhöfleins Winzer kämpfen gegen Wohnungen

„Rettet das Dorf“ Großhöflein vor dem gestohlenen Plakat. (Foto: zVg)

Mit einem Plakat wollten sie auf Probleme aufmerksam machen, dieses wurde gestohlen.

GROßHÖFLEIN. Bereits Mitte Juli schlugen Großhöfleins Winzer Alarm gegen die Errichtung einer Wohnbauanlage in der Gartengasse, die sich in unmittelbarer Nähe zu ländlichem Gebiet befindet.

200 Unterschriften gegen Bau

Dem folgten Unterschriftenaktionen der Initiative „Rettet das Dorf“ Großhöflein gegen die Errichtung sowie ein Plakat, das von einem Silo gegenüber der Liegenschaft auf das auf die besondere Nachbarschaft hinweist. „Sagen Sie später nicht, es hätte Ihnen niemand etwas gesagt“ steht auf diesem, und beschreibt die unmittelbare tierische und betriebliche Nachbarschaft samt der einhergehenden Gerüche und Lärmemissionen.

Plakat verschwunden

Dieses Plakat ist seit der Nacht auf 27. September verschwunden. „Die Spanngurte wurden abgeschnitten, das Plakat ist weg. Da ist jemand dagegen, das wir so gegen den geplanten Wohnbau auftreten“, erklärt Andi Kollwentz, Es entstand ein Gesamtschaden von 1.350 Euro, Anzeige wurde erstattet. Ein erneutes Plakat bereits kurz darauf aufgehängt. „Vielleicht werden wir auch eine Wildkamera in der Nähe platzieren, damit das nicht ebenfalls Füße bekommt“, will die Initiative einen erneuten Diebstahl verhindern. 

Kampf für nächste Generation

Die Menschen, die gegen die Bebauung des Gebiets Protest laufen, sind sich der mäßigen Erfolgsaussichten bewusst. „Ich lade den Weinbauverein gerne zu einem Gespräch ein“, ließ Neue Eisenstädter-GF Anton Mittelmeier über die Bezirksblätter ausrichten. Ein Gespräch, in dem seitens der Weinbauern erneut auf die Umstände hingewiesen wurde, das jedoch ohne neue Erkenntnisse blieb. Ebenso wie ein erneutes Treffen mit Bürgermeister Heinz Heidenreich, der sich darauf bezog, rechtlich keine Handhabe mehr zu haben.
„Wir tun, was wir können. So müssen wir uns jedenfalls von der nächsten Generation nicht nachsagen lassen, nichts getan zu haben“, beschreibt Kollwentz einen Kampf, den er wohl gegen Windmühlen führt.
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