29.11.2017, 17:20 Uhr

Kollwentz überzeugt Falstaff-Jury

Andi Kollwentz im Weinkeller, wo der Falstaff-Siegerwein seine ersten 30 Monate im Fass verbrachte

Zum vierten Mal holte sich der Winzer den Sieg in der Falstaff Reserve Trophy

GROßHÖFLEIN. Er hat es schon wieder getan – der Großhöfleiner Winzer Andreas Kollwentz sicherte sich den Sieg bei der Falstaff Reserve Trophy. Seit 15 Jahren werden im Rahmen der Rotweinprämierung auch Weine geehrt, die länger im Fass ruhen dürfen, zum vierten Mal kommt der Gewinner dieser Kategorie aus Großhöflein – „Kollwentz Setz 2013“ ziert das Etikett des Siegerweins. Das steht seit 27. November fest, als die Sieger im mit rund 1.000 Leuten prall gefüllten Festsaal der Wiener Hofburg gekürt wurden.

Die Setz

Setz – das ist der Riedname des Weingartens. Diese befindet sich auf rund zwölf Hektar zwischen Groß- und Kleinhöfein südlich des Leithagebirges, wo Kollwentz rund ein Drittel der Fläche bewirtschaftet. 

Der „Reserve-Profi“

Dass Kollwentz „Spezialist“ in der Reserve-Wertung ist, hat mehrere Gründe. „Durch die Kalkböden, aber auch durch unsere Arbeit im Weingarten sind die Weine sehr langlebig, benötigen jedoch auch mehr Zeit im Fass“, erklärt der Winzer, dass er seine Weine kaum in anderen Kategorien einreicht, weil die Zeit dafür zu knapp ist.

„Der Wein hat ja auch seinen Preis, den muss er rüberbringen. Diese Bewertung ist nun Bestätigung.“ – Andi Kollwentz

Bestätigung der Arbeit

„Für unser Weingut ist das eine Bestätigung für unsere Arbeit. Unser eingeschlagener Weg ist richtig und das wird auch wahrgenommen“, freut sich Kollwentz über den Sieg seines Blaufränkisch besonders. „Beim mehrsortigen Cuvée gibt es mehr Spielraum. Hier heißt es: der Wein ist wie er ist – eine Riede, ein Jahrgang“, erklärt der Weinbauer, dass reinsortige Weine schwerer zu verstehen sind.

Würzig, geradlinig, direkt

Der Blaufränkisch aus der Ried Setz lagerte 30 Monate in kleinen Eichenfässer, danach noch ein halbes Jahr in der Flasche. „Er ist enorm würzig, geradlinig und direkt“, ist Kollwentz mit seinem Siegerprodukt zufrieden, aber gleichzeitig auch gespannt, wie es weitergehen wird. „Andere Weine bauen wir seit einem halben Jahrhundert separat aus. Setz erst seit 2006. Ich bin neugierig, wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt.“
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