12.08.2016, 08:53 Uhr

Schwimmbäder: „Positive Saison wird es nicht geben!“

Rundum erneuert präsentiert sich das Oggauer Freibad seit Juli 2015 (Foto: Oggau)

Während anderorts über Schließung von Freibädern diskutiert wird, wird im Bezirk investiert

OGGAU/SIEGENDORF. In Oberösterreich stehen die Hälfte der Freibäder vor dem Aus –  zuviele seien es, eine rentable Führung scheint nicht möglich. Wie gestaltet sich die Lage im Bezirk?

Hohe Dichte im Bezirk

Zum Schwimmen ins Freibad laden die Gemeinden Donnerskichen, Eisenstadt, Mörbisch, Oggau, Purbach, Rust und Siegendorf. Eine hohe Dichte, die darüber hinaus mit Badeseen und Teichen um die Besucher buhlen müssen.
Von Schließung kann trotz allem keine Rede sein, vielmehr schlagen die Gemeinden einen anderen Weg ein.

Für Tourismus ein Muss

Keines der Freibäder im Bezirk scheint auf den ersten Blick in die Jahre gekommen, in Oggau wurde erst im Vorjahr das umgebaute Bad eröffnet. „Als Fremdenverkehrsgemeinde müssen wir in die Infrastruktur investieren, um den Touristen etwas zu bieten. Am Campingplatz verbuchen wir bis zu 13.000 Nächtigungen pro Jahr – ohne Freibad gäbe es auch keinen Campingplatz“, so Bgm. Ernst Schmid, der im Vorjahr mit dem neuen Bad eines der besten Ergebnisse einfahren konnte. „Finanziell positiv wird ein Schwimmbad nie sein. in guten Jahren ist das Defizit geringer“, so der Ortschef, der im Freibad aber nicht nur für den Tourismus Vorteile sieht: „Wir brauchen auch Bewegung in der Gemeinde. Wir können der Bevölkerung etwas bieten – und das wird auch gut angenommen.“

„Wir sanieren stetig“

Auch in Siegendorf wird laufend ins Schwimmbad investiert. Auch zum heurigen 50-jährigen Jubiläum wurde wieder erneuert. „Wir sanieren stetig und vorsorglich“, erklärt Siegendorfs Bgm. Rainer Porics, der„um die 150.000 Euro für das Schwimmbad budgetiert.

Auch Rekordjahr ohne Gewinn

„Im Vorjahr hatten wir mit über 60.000 Besucher ein Rekordjahr. Aber auch in Spitzenjahren ist kein Gewinn zu erzielen – so eine Saison wird es nicht geben“, so Porics, der attestiert, eine sehr gute Saison ohne zusätzliche Zuschüsse der Gemeinde abschließen zu können.

„Wir investieren gerne“

In Siegendorf ist man jedoch weit davon entfernt, aufgrund negativer Ergebnisse über eine Schließung zu denken. „Das Freibad ist ein Kommunikationsplatz für Siegendorfer und die gesamte Umgebung. Das Bad bietet Erholung, ist ein Spielplatz für Kinder und bietet sportlich Begeisterten viele Möglichkeiten – da investieren wir gerne!”, schließt Porics.
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