16.06.2017, 09:21 Uhr

Umfangreiche Schloss-Sanierung in Eisenstadt

Esterhazy Immobilienleiter Clemens Biffl und Architekt Alfred Piniel führten Bürgermeister Thomas Steiner durch die Baustelle. (Foto: Fenz/Esterhazy)
EISENSTADT. Bis zum Jahr 2021 ist im Schloss Esterházy die Sanierung der gesamten Dachlandschaft geplant. Denn Beginn stellten nun die Arbeiten am Südwestturm statt. In vier Abschnitten sollen alle Türme, der Wandelgang samt Kaminen, Balustraden, Zieraufsätze, Sonnen- sowie Turmuhr und die Zwiebeldächer umfassend saniert werden.

Historische Entdeckungen

Bereits jetzt konnten im Zuge der Arbeiten historisch interessante Entdeckungen gemacht werden, die in die Sanierungen einfließen. So werden „verschwundene“ Gesimse wieder ausgebildet oder die Portale auf ihre ursprüngliche barocke Lage rückgeführt.

Schlechter Zustand

Seit Rücknahme des Schlosses vor sieben Jahren achtet Esterhazy auf den Bauzustand. Mitte des Vorjahres mussten aufgrund des schlechten Zustands der Fassade Sicherheitsmaßnahmen oder Notabnahmen von Gesimsteilen durchgeführt werden.

Versäumnis des Landes

Laut Esterhazy wurden diese Maßnahmen notwendig, weil während der Nutzung des Landes ab 1969 durch Vernachlässigung große Schäden entstanden. 2010 klagte Esterhazy wegen Verletzung der Instandhaltungspflicht das Land auf Schadenersatz. Derzeit evaluieren Gerichtssachverständige die voraussichtlichen Kosten. Vergleichsgespräche, um langwierige Verwahren zu vermeiden, scheiterten.

Barock-Glocke

Der gerade bearbeitete Südwestturm birgt seit 1692 die sogenannte große Schlossglocke, deine der historisch bedeutendsten Glocken Österreichs. Das 7,3 Tonnen-Werk barocker Gießkunst wurde letztmals 2014 zu Ehren der gestorbenen Fürstin Melinda Esterházy geläutet.
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