25.10.2017, 18:00 Uhr

Westwinkel startet neu durch

Die fünf Westwinkel-Gemeinden möchten die Region über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt machen. (Foto: BRS/Habringer)

Die Gemeinden der Wirtschaftsvereinigung "Westwinkel" starten ein Projekt zur Standortentwicklung.

REGION (km). "Ausgangslage war die Erweiterung der Wirtschaftsinitiative Valentin für die gesamten Westwinkel-Betriebe", so Gerhard Ebner, Obmann der Wirtschaftsinitiative Valentin (WIV). Bei der letzten Jahreshauptversammlung hatte man sich zum Ziel gesetzt, bis April 2018 auch Unternehmen aus Ennsdorf, Ernsthofen, Strengberg und St. Pantaleon-Erla in den Verein zu integrieren. Im Zuge dessen wurde klar, dass nicht nur die Unternehmer geschlossen auftreten müssen, sondern die gesamte Region. Der Startschuss für die Vermarktung des Westwinkels war gefallen. Die WIV holte dafür Michael Robeischl und Thomas Egger als externe Berater mit ins Boot. "In Zeiten des Standortwettbewerbes gilt es einen Zahn zuzulegen", erklärte Egger im Rahmen der letzten WIV-Sitzung. Durch das Projekt "Standortentwicklung 4.0" möchte man nicht nur die Position der Unternehmer am heimischen Markt festigen. Vor allem will man die Region unverwechselbar machen. Allerdings: "Nicht nur Österreich, ganz Europa besteht aus Regionen. Will man heutzutage Meter machen, muss man sich etwas einfallen lassen", ergänzt Robeischl. Momentan sei man in der Region um St. Valentin am Beginn eines strategischen Prozesses. Hier werde nun definiert, wie man weitermachen möchte. Spätestens im Juni 2018 soll der Weg allerdings feststehen. "Wenn alle an einem Strang ziehen, wird es uns gelingen, viele Schritte nach vorne zu machen."

Ergebnisse im Jänner

Zuerst ist es erforderlich zu wissen, welche Richtung der Westwinkel überhaupt einschlagen möchte. Dafür muss klar werden, wofür der Westwinkel steht, wie Robeischl verdeutlichte. "Identität ist das Stichwort." Aus diesem Grund werden derzeit an die niedergelassenen Unternehmen Fragebögen verteilt. Hier sollen die Wirtschaftstreibenden festhalten, was sie im Westwinkel positiv bewerten und was ihnen vor Ort fehlt. Mit Anfang 2018 werden die Fragebögen ausgewertet. "Wir hoffen auf eine hohe Rücklaufquote", so Egger. Mit den Ergebnissen will man ein Handbuch gestalten, das den beiden Beratern als Grundlage dient. Die Ergebnisse werden schließlich im Jänner im Zuge einer Veranstaltung offiziell präsentiert. Auch erste Ideen setzt man dabei bereits in die Tat um. "Genaueres werden wir wahrscheinlich nach unserer Arbeitsgruppensitzung Anfang November aufweisen können", ergänzt WIV-Obmann Ebner.

Über die Region Westwinkel

Fünf Gemeinden gehören der Region "Westwinkel" an: Ennsdorf, Ernsthofen, St. Pantaleon-Erla, St. Valentin und Strengberg.

Um die Region Westwinkel stärker hervorzuheben, wurden in der Vergangenheit bereits verschiedene Aktionen und Projekte gestartet. So gibt es den Westwinkel-Gutschein im Wert von zehn Euro. Dieser kann in den fünf Westwinkel-Gemeinden bei insgesamt 235 Geschäften und Gastronomen eingelöst werden. Mit dem Westwinkel-Gutschein will man die Kaufkraft in der Region halten.

Die Gemeinden bekennen sich mit dem Westwinkel-Elektroauto zudem zur Elektromobilität. Der Citroen Zero wird jeweils für ein Monat von einer Gemeinde zur nächsten weitergereicht, um dort für Elektromobilität zu werben.

Nach einer Idee der Wirtschaftsinitiative Valentin (WIV) wurde 2016 die "Westwinkel-App" ins Leben gerufen. Sie informiert die Nutzer laufend über aktuelle Angebote und die Tankpreise in der Nähe. Derzeit nutzen rund 132 Unternehmen die Chance, sich dort zu präsentieren. Das Angebot wird also gut angenommen. Die Gemeinden Behamberg, Haag und Haidershofen zeigen deshalb bereits Interesse, Teil der Westwinkel-App zu werden. Das nächste Update soll im November erfolgen. Für die Zukunft ist angedacht, auch Lokalnachrichten damit zu verbreiten.

Erst vor Kurzem wurde der "Ab Hof"-Einkaufsführer für die Westwinkel-Gemeinden ins Leben gerufen. Rund 40 Betriebe sind in der Broschüre aufgelistet. Diese ist unter westwinkel.at zu finden.

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