Das war 1918 in Favoriten: Der Tod Victor Adlers überschattet Republik

Die Zeitschrift "Wiener Bilder" widmete dem Leichenumzug des Gründers der Sozialdemokratie seine Titelseite. | Foto: Bezirksmuseum Favoriten
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FAVORITEN. Das Ende des Ersten Weltkrieges und die Ausrufung der Ersten Republik am 12. November 1918 waren die bedeutendsten Ereignisse vor 100 Jahren in Österreich.

In Wien herrschte nach Kriegsende großteils bittere Armut, eine unglaubliche Wohnungsnot und eine Grippewelle brachte vielen den Tod.

Start für Gemeindebauten

In vielen Bezirken, auch in Favoriten, wurde der "Bauboom des sozialen Wohnbaus" vorbereitet und gestartet. Und am 25. Juni erhielt der Paltram-Hof eine neue Bestimmung: Das ehemalige Zinshaus wurde zur "Ersten Mietheimstätte für Krieger-Witwen und Waisen".

Am 11. November 1918 ist auch Victor Adler verstorben. Der Arzt, Journalist und Politiker entstammte einer Prager Familie und nahm sich in Favoriten dem Leid der Arbeiter und natürlich auch der "Ziegelböhmen" an. Er wurde zum Gründer der Sozialdemokratie.

Trauer im Arbeiterheim

In der Staatsregierung Renner wurde er – bereits erkrankt – Außenminister und arbeitete an der Gründung der Republik mit. Einen Tag vor der Ausrufung des neuen Österreichs starb Victor Adler.

Im ersten Arbeiterheim Wiens auf der Laxenburger Straße wurde er aufgebahrt. Am 15. November begleitete ein gewaltiger Trauerzug den Verstorbenen auf seinem letzten Weg.

Die Zeitschrift "Wiener Bilder" widmete dem Leichenumzug des Gründers der Sozialdemokratie seine Titelseite. | Foto: Bezirksmuseum Favoriten
Die Zeitschrift "Wiener Bilder" widmete dem Leichenumzug des Gründers der Sozialdemokratie seine Titelseite. | Foto: Bezirksmuseum Favoriten
Die Zeitschrift "Wiener Bilder" widmete dem Leichenumzug des Gründers der Sozialdemokratie seine Titelseite. | Foto: Bezirksmuseum Favoriten
Victor Adler inmitten seiner Anhänger. | Foto: Bezirksmuseum Favoriten
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