Bezirksvertretung tagte
Heimkehrersiedlung in Favoriten unter Schutz, sorgt aber für Wirbel
- Mit dem neuen Flächenwidmungsplan der Heimkehrersieldung sind nicht alle Bezirksfraktionen glücklich. Darüber wurde in der Bezirksvertretung diskutiert.
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Die Favoritner Bezirksvertretung hat getagt. Diskutiert wurden unter anderem über die Flächenumwidmung der Heimkehrersiedlung, das Stadtquartier Kurbadstraße und Tempo 50 auf der Triester Straße.
WIEN/FAVORITEN. Mit einem neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan soll die Heimkehrersiedlung am Laaerberg vor Verbauung geschützt werden. Der Plan sieht strenge Richtlinien vor, anhand derer im Gebiet Häuser ausgebaut oder neue Häuser entstehen dürfen. MeinBezirk hat darüber berichtet, mehr dazu unten.
Während viele den Schritt als wertvolle Schutzmaßnahme vor einer chaotischen Nachverdichtung sehen, ist der Aufruhr in Teilen der Siedlung groß. Der Grund: Es sei über die Bewohnerinnen und Bewohner der Heimkehrersiedlung hinweg entschieden worden. Die Situation wurde in der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch, 30. April, besprochen.
Verlieren Grundstücke an Wert?
Nachdem die Umwidmung eine Zeit lang öffentlich einsehbar war, wird sie nun dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. Mitgegeben werden etwaige Stellungnahmen – unter anderem die gewichtige der Bezirksvertretung. In der Sitzung legte man eine zustimmende Stellungnahme vor, damit einverstanden waren nicht alle.
Die Sorge mancher Partei: Mit der Umwidmung verlieren die Grundstücke an Wert. "Personen kaufen sich ein Grundstück, haben einen Plan und plötzlich schränkt die Stadt Wien die Baurechte massiv ein", beschwert sich etwa ÖVP-Klubvorsitzende Nadine Koch. FPÖ-Bezirksvorstehungs-Stellvertreter Christian Schuch bezeichnete das Vorhaben als "Skandal".
- Mit einer neuen Flächenwidmung will die Stadt Wien die Heimkehrersiedlung vor der Verbauung bewahren. Im Gebiet: eine ehemalige und nun leerstehende Militärfunkanlage.
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Blau und Schwarz spiegeln die Meinung einiger Bewohnerinnen und Bewohner der Heimkehrersiedlung wider, welche ihrerseits eine Petition gestartet haben. Diese hat Stand Donnerstag, 30. April 30 Unterstützungserklärungen.
Mit ihrer ablehnenden Haltung befanden sich die ÖVP und die FPÖ in der Minderheit. SPÖ-Klubobmann betonte in einer Ansprache, dass der neue Flächenwidmungsplan das Bebauen nicht blockiere, sondern lediglich in korrekte Bahnen lenke.
Skandalisieren FPÖ und ÖVP nur?
In der Tat wird die prozentuelle Bebauung des Grundstücks nur gering gekürzt, nunmehr müssen die Gebäude aber dem kleinteiligen Siedlungscharakter entsprechen. Grünen-Klubobfrau Katrin Fallmann erinnerte daran, dass auch durch die unkontrollierte Verbauung eines eigentlich grünen Gebiets der Wert eines Grundstücks verloren geht.
Am Ende erreicht der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan das, was sein soll: Den Schutz vor einer chaotischen Verbauung ohne jegliche Richtlinien. Die Stellungnahme zur Umwidmung wurde mehrheitlich von der Bezirksvertretung angenommen.
Kurbadstraße und Triester Straße
Diskutiert wurde in der Sitzung auch über das derzeit entstehende Stadtquartier Kurbadstraße. Wegen der Bauarbeiten leiden Oberlaaerinnen und Oberlaaer unter Parkplatzmangel, Umleitungen, Lärm und Staub. Die FPÖ stellte einen Antrag mit der Forderung, die Parksituation solle geprüft werden.
Die SPÖ stellte wiederum einen Resolutionsantrag, der die Bauunternehmen dazu auffordert, ständig die Maßnahmen zu prüfen und den Eingriff in das Leben der Anrainerinnen und Anrainer zu minimieren. Beide Anträge wurden angenommen.
Eine andere derzeit laufende Petition fand ihren Weg in die Bezirksvertretungssitzung. Diese fordert Tempo 50 auf der Triester Straße – derzeit dürfen Autos dort 70 km/h fahren. Die Grünen griffen die Diskussion auf und forderten eine Prüfung einer Temporeduktion. Der Antrag wurde mehrheitlich der Mobilitätskommission zugewiesen.
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