,Möbel-Boom geht weiter!‘

Thomas Saliger plant, eine Möbelix- Filiale im Lavanttal zu eröffnen
  • Thomas Saliger plant, eine Möbelix- Filiale im Lavanttal zu eröffnen
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Als vor zwei Jahren die Finanzkrise – und damit auch die Wirtschaftskrise – ausbrach, jubelten die heimischen Möbelhändler über steigenden Absatz. Nun, die Krise neigt sich dem Ende. – Und damit auch der Boom der Möbelriesen? „Ganz im Gegenteil, der Trend hält unvermindert an“, so Thomas Saliger.
Der Konzernsprecher von XXXLutz und Geschäftsführer von „Mömax“ und „Möbelix“ meldet für die Gruppe auch heuer wieder Wachstumsraten deutlich über dem Branchentrend – diese wird voraussichtlich rund drei Prozent zulegen. „Eigentlich verwunderlich“, meint Saliger. Die Steigerungen würden sich auch gleichmäßig über alle Preissegmente – von Diskont bis Hochpreis – ziehen.

Unterschiedlich jedoch würden sich die Länder entwickeln, in denen der Lutz-Konzern vertreten ist. Österreich und Deutschland seien „gewaltig gut im Rennen“, Slowakei und Tschechien laufen einigermaßen zufriedenstellend. In Kroatien und Slowenien ist die Gruppe – nach dem Erwerb von „Lesnina“ um kolportierte 200 Millionen Euro – die Nummer eins auf dem Markt. Das „Experiment auf dem schwedischen Markt startet noch heuer mit der Lutz-Eröffnung.
Das „Sorgenkind“ der Gruppe ist aber Ungarn. „Das Land hat ja insgesamt Probleme“, so Saliger über den Grund. Das Unternehmen verlässt sich auf die Präsenz mit „Möbelix“ – also Diskontmöbel. Saliger: „Das Preiseinstiegssegment läuft noch ganz gut.“

Im österreichischen Markt sei die Gruppe nach wie vor Nummer eins. Die Unternehmensgruppe beschäftigt 9.000 der 17.700 Mitarbeiter in der Alpenrepublik; 1.200 davon sind Lehrlinge. „Seit zehn Jahren rekrutieren wir nun aus den eigenen Reihen“, erklärt Saliger. Die Gefahren eines Facharbeitermangels kenne man bei Lutz deshalb nicht.

Anderes Land, andere Sitten
Die Internationalisierung von Lutz ist für Saliger mehr als Risikostreuung und Eroberung neuer Märkte. „Wir tauschen auch die Trends aus“, erklärt er. „Möbel, die in einem Land Tradition haben, können in einem anderen eine pfiffige neue Idee sein“. Denn: Das Möbelgeschäft sei ein Regionales, die Vorlieben sehr unterschiedlich.
„Die Österreicher und Deutschen richten sich modern ein“, berichtet der Lutz-Sprecher. Anders sehe die Angelegenheit in den neuen EU-Ländern aus. „Dort sind noch Stücke in dunkler Eiche und Kiefer gefragt.“ – Auch schwarze Regale werden nach wie vor gekauft. Außerdem: „Die Möbel in Zentral- und Osteuropa sind kleiner und auch funktionaler.“ Ein ausziehbares Bett sei fixer Bestandteil der Couch im Wohnzimmer.

„Wir gehen beim Markteintritt in einem neuen Land sehr behutsam vor“, erklärt Saliger. Zwei bis drei Jahre sei man vorwiegend damit beschäftigt, sich mit dem Sortiment im Möbelhaus auf den Geschmack der Kunden einzustellen.
Das steht der Lutz-Mannschaft nun in Skandinavien bevor. „Der schwedische Einrichtungsstil ist noch moderner als der österreichische“, erzählt er von seinen Erfahrungen. Statt Kästen gibt es dort fast ausschließlich begehbare Schränke – ein Trend, der auch hierzulande stark zunimmt.
Ebenfalls verändert habe sich in Österreich der Aufbau der Wohnwände. Saliger: „Sie werden immer reduzierter; der Stauraum geht zurück.“ Der Grund: „Mittlerweile ist das TV-Gerät das Zentrum der Wohnwand und als solches schon wie ein Möbelstück.“

Weitere Investitionen in Kärnten
Hochzufrieden ist der Lutz-Sprecher auch mit der Kärntner Entwicklung. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, schmunzelt er. Die Dichte an Möbelhäusern habe neue Kunden an Land gezogen; auch „seine“ Möbelhäuser würden davon profitieren. „Der starke Mitbewerb hat dazu geführt, dass Kärnten die modernsten Möbelhäuser hat“, spricht Saliger die Investitionen der letzten Jahre an. Das Haus in Villach wurde unter anderem erneuert und in Spittal eine neue Filiale eröffnet. Der Investitionsreigen des Möbelriesen ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Saliger kündigt an: „Nächstes Jahr werden wir den Möbelix in Villach erneuern.“
Der Diskontmarkt steht vor einem neuen Schritt. „Wir werden mit den Filialen stärker auf die Bezirksebene in Österreich gehen“, so Saliger. Von besonderem Interesse sei das Lavanttal. „Wir stellen konkrete Überlegungen für eine Filiale in Wolfsberg an."

Wohntrends:
• Das Wohnen wird „offener“; Räume werden zusammengezogen. Küche ist zugleich Essbereich, oder das Esszimmer ist mit dem Wohnraum kombiniert. „Die Hersteller reagieren bereits und bieten Kombinationen an“, so Saliger.

• Der Stauraum an den Wohnwänden nimmt ab. Sie dienen zunehmend als „Rahmen“ für das TV.

• Schränke in Schlafzimmern weichen begehbaren Schränken – Skandinavien dient als „Vorbild“.

Autor: Gerd Leitner

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