21.10.2014, 11:00 Uhr

Der Mini-Jetlag macht Probleme

Kindertagesstätte Ich bin Ich: Christian, Nick, Luca, Fabian und Maximilian (von links) drehen an der Winnie-Pooh-Uhr

Am Sonntag wird die Uhr zurück gedreht. Vor allem Kinder kämpfen mit der Zeitumstellung.

FELDKIRCHEN (bek). Am Sonntag endet die Sommerzeit: Die Uhr wird um 3 Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt, der Schönheitsschlaf darf also eine Stunde länger dauern.
Aber vor allem Kinder und ältere Menschen haben anfangs Schwierigkeiten, sich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen.

Die innere Uhr

Der "Mini-Jetlag" bringt die innere Uhr durcheinander. "Wenn der Zug zur selben Zeit kommt, und dann plötzlich eine Stunde später, ist man anfangs irritiert. Der Biorhythmus muss sich erst an die neuen Zeiten gewöhnen. Drei bis vier Tage dauert die Umstellung, dann haben sich die Kinder wieder an die neuen Schlafenszeiten angepasst", weiß die Feldkirchner Amtsärztin Sigrid Gallent.
Man ist früher munter, obwohl man länger schlafen kann.

Keine Ungeduld

Für Menschen, die ohnehin an Schlafstörungen leiden, sei die Zeitumstellung ein Problem. "Auf keinen Fall sollte man jedoch zu Schlaftabletten oder Aufputschmitteln greifen", rät die Ärztin von Medikamenten dringend ab. Der Körper reguliere sich automatisch.
Man müsse ihm nur ein paar Tage Zeit geben und nicht ungeduldig sein.

Jedes Kind ist anders

In der Kindertagesstätte Ich bin Ich in Feldkirchen spürt man den geänderten Schlafrhythmus. "Jedes Kind ist anders, es dauert eine Zeit, bis sich alle Kinder an die Uhrenumstellung angepasst haben", sagt Betreuerin Karin Weixler.

Stabilität ist wichtig

Der Mittagsschlaf wird nicht vorgezogen, zwischen 11.30 Uhr und 11.45 Uhr gehen die Ein- bis Dreijährigen nach wie vor ins Bett. Stabilität sei für die Kinder wichtig. "Die Kinder stehen im Mittelpunkt. Und wenn sie während des Tages beim Spielen im Haus oder im Garten müde werden, gehen sie in unsere Kuschelecke schlafen", erzählt Weixler.


Ende Sommerzeit
Die Winterzeit beginnt in Mitteleuropa immer am letzten Oktobersonntag.
Vor oder zurück?
Im Sommer stellt man in den Gastgärten die Tische "vor" die Tür. Im Winter stellt man sie "zurück" in den Laden.
Warum?
Ziel der Zeitumstellung war es, das Tageslicht auszunutzen und Energiekosten zu sparen. Ursache für die Zeitumstellung war vor allem die Ölkrise 1973.
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