07.10.2014, 09:20 Uhr

Ein Chor mit Ablaufdatum

Drei Feldkirchner haben jahrelang das Doppelsextett Carinthia mit ihren Stimmen zu Einmaligkeit verholfen (Foto: Doppelsextett Carinthia)

Das Doppelsextett Carinthia gibt noch drei Konzerte.

FELDKIRCHEN/KRAIG (fri). Als Anfang vom Ende bezeichnet Franz Kofler, seit sieben Jahren Sänger beim Doppelsextett Carinthia, die Phase in der sich der Chor gerade befindet. "Es war immer geplant den Chro nur bis 2015 zu führen. Nun wird es schon ein paar Monate früher das Abschlusskonzert geben", sagt Kofler und Wehmut klingt in seiner Stimme mit.nAls er sich 2007 entschloss wieder aktiv in das Sängerleben einzusteigen, gab ein Konzert den maßgeblichen Anstoß.

Kurze Gesangspause

"Damals befand ich mich quasi in einer Gesangspause", erinnert er sich. "Ich habe beim Volksliedchor Feldkirchen begonnen, war dann beim Kärntner Doppelsextett und anschließend beim Grenzlandchor. Im Feldkirchner Amthof war ich als Besucher im Konzert des Doppelsextett Carinthia. Da wusste ich, da will ich mitsingen." Nur zu gerne wurde Kofler in den Chro aufgenommen. Mit ihm singen auch zwei weitere Feldkirchner - Sabine Walcher und Wolfgang Lafner - im Chor, der 2000 von Wolfgang Felsberger gegründet wurde.

Neun für zwölf

"Immer wieder herrscht Verwirrung im Publikum, weil jeder zwölf Sänger bei einem Doppelsextett vermutet. Wir sind aber nur neun", schmunzelt der Sänger, der meist für die Begrüßung verantwortlich ist. "Ich erkläre den Leuten dann, das beim Nockalm Quintett sieben Musiker dabei sind und wir für mindestens zwölf Sänger singen werden. Das überzeugt!" Kofler selbst strebt nach dem Abschlusskonzert keine weitere Chrolaufbahn mehr an. "Ich habe vierzig Jahre lang gesungen. Jetzt will ich mich noch anderwertig orientieren. Abernatürlich weiß man nie, was kommt."

Neun Cds

Neun Cds haben die Sänger in den vergangenen 14 Jahren aufgenommen und unzählige Konzerte gegeben. "Wenn es am schönsten ist, dann sollte man aufhören. Wir haben viele Menschen bewegt und viele schönen Stunden miteinander erlebt. Das verbindet und das kann uns niemand nehmen.
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