28.09.2017, 07:46 Uhr

Forstwissen geht nach Fernost

Die Mitglieder der Delegationen holten sich nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrungen im Wald (Foto: KK)

Gäste aus Fernost waren an der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach. Sie holten sich Forstwissen.

OSSIACH (fri). Die Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach des BFW gilt als internationales Kompetenzzentrum im Bereich der forstlichen Aus- und Weiterbildung. Nicht nur in Europa werden langjährige Beziehungen gepflegt, sondern auch Forstexperten aus Fernost sind mittlerweile Stammgäste in Ossiach.

Strategie als Vorbild

"Kürzlich waren Gruppen zweier Staaten aus Fernost zu Gast an der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach: eine Studentengruppe aus Südkorea und eine Delegation hochrangiger Forstbeamter aus China", erzählt Johann Zöscher, Leiter der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach.
Die Südkoreanischen Studenten waren interessiert an den Bewirtschaftungsstrategien der heimischen Forstwirtschaft. "Auch in Fernost sieht man, dass es in Österreich möglich ist, Steilflächen naturnahe und dennoch wirtschaftlich erfolgreich zu bewirtschaften", so Zöscher. "Naturnähe und wirtschaftlichen Erfolg auch im schwierigen Gelände in Übereinstimmung zu bringen, beeindruckt in Fernost!"
Holzernte im Steilgelände und Waldbau-Strategien waren demnach zwei zentrale Themenschwerpunkte des Programmes.

Kooperationen ausloten

Die Chinesischen Experten waren interessiert an möglichen Kooperationspotenzialen aller Art. Im Zentrum der Diskussion stand allerdings eine Bildungskooperation mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach des BFW.
"Unser forstliches Bildungssystem wird in Asien als wegweisend angesehen. Eine Implementierung des Österreichischen Systems im fernen China scheint für die Kollegen erstrebenswert", sieht Zöscher Entwicklungspotenzial. "Auch praxisnahe Forschung in Zusammenarbeit mit dem Bundesforschungszentrum für Wald steht im Zentrum des Interesses.
"Die Chinesische Delegation kam im Rahmen eines „Memorandum of Understanding“ auf Einladung des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich sowie der Wirtschaftskammer Österreich.
Beide Delegationen bekräftigten den Wunsch nach weiterer Kooperation und kündigten ihr Wiederkommen an.
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