01.11.2016, 07:10 Uhr

Von Heilkräutern und Essig

Mit ihren Vorträgen konnten Elisabeth Mitter (li.) und Hermi Tauschitz (2.v.li.) die Trachtenfrauen vollends begeistern (Foto: Manfred J. Schusser)

Mitglieder der Trachtengruppen aus dem Bezirk Feldkirchen und St. Veit trafen sich zum Regionaltag.

FELDKIRCHEN/SÖRG (fri). Großes Interesse und viele Fragen an die Referentinnen kennzeichneten die Regionaltagung der Trachtengruppen Bezirk Feldkirchen und St. Veit, des Kärntner Bildungswerkes in Sörg.

Kräuter können mehr

Aus dem Bezirk Feldkirchen waren Frauen der Gruppen Ebene Reichenau, Steuerberg, Waiern, Himmelberg, Steindorf, Glanegg, Tiffen und Bodensdorf dabei. In einem spannenden Vortrag beschäftigte sich "Kräuterlies" Elisabeth Mitter aus Radenthein mit der Kultivierung, Nutzung und Anwendung von Kräutern. "Kräuter können ihre heilende und lindernde Wirkung nur dann entfalten, wenn sie mit Ehrfurcht und Liebe gesammelt werden", so der Appell der Kräuterexpertin. Bei der Herstellung von Salben und Tinkturen sollten nur hochwertige Grundprodukte verwendet werden und bei der Verarbeitung der Pflanzen solle man große Sorgfalt walten lassen. "Diese Grundvoraussetzungen tragen zum Gelingen der Produkte bei."
Fragen wie – Was ist wofür? Wie trocknet man Kräuter und wann erntet man sie? Wie macht man einen Alkohol- oder Ölauszug? Wo testet man die Verträglichkeit? Was haben die Wärmetage an sich? Spielt der Mond eine Rolle? – wurden an Elisabeth Mitter gerichtet und von ihr mit ihrem umfangreichen Fachwissen und persönlichen Erfahrungen beantwortet. Dem Essig, einem der ältesten Lebensmittel, war ein Vortrag von Hermi Tauschitz gewidmet.


Essig als Heimittel

"Essig wurde schon 6.000 Jahre vor Christus als Wundheilmittel verwendet und ist sehr vielfältig verwendbar. Aus jeder Frucht kann Essig unter bestimmten Voraussetzungen erzeugt werden, dazu verwendet man nur reifes Obst oder Früchte von guter Qualität", wusste Tauschitz. "Von der Vergärung der Frucht bis hin zum fertigen Essig benötigt es einen Zeitraum von drei Jahren." Mit viel Herz und Liebe brach die Referentin, die schon mehrere Auszeichnungen für ihren Essig entgegennehmen durfte, eine Lanze für das Naturprodukt.
Landesobmann Peter Fercher lobte die Vielfältigkeit des Kärntner Bildungswerkes. Lebenslanges Lernen, soziale Kompetenzen, Zusammenwirken von Kopf, Geist und Seele sowie das Wirken der Trachtengruppen seien ganz wesentliche Schwerpunkte.
Die Landesbeauftragte Hermi Tauschitz bedankt sich bei der gastgebenden Trachtengruppe Bodensdorf für die gute Organisation der Veranstaltung.
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