Gegen dieses Kraut ist kein Kraut gewachsen

Feature zum Thema Alte Donau. Bild zeigt: Das Aehrige Tausendblatt am Steg der Segelschule Danube.
FOTO: GUENTER R. ARTINGER
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  • Feature zum Thema Alte Donau. Bild zeigt: Das Aehrige Tausendblatt am Steg der Segelschule Danube.
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Die im Volksmund als Schlingpflanzen bekannten Unterwasserpflanzen in der Alten Donau, werden schön langsam zur Plage.

Die Stadt ist der Meinung sie hätte alles im Griff aber ein Lokalaugenschein zeigt zum Leidwesen der Erohlungssuchenden, der Wassersportler und der Wirtschaftstreibenden an der Alten Donau etwas anderes. 

Seit Jahren sorgen die für die Wasserqualität sehr wichtigen Unterwasserpflanzen in der Alten Donau für Gesprächsstoff und viel Arbeit.

Trotz ihres hohen ökologischen Wertes sind Unterwasserpflanzen bei Badegästen sowie Bootsbesitzern unbeliebt. Besonders betrifft das hochwüchsige Formen wie das Ährige Tausendblatt, die derzeit dominierende Unterwasserpflanzenart in der Alten Donau.
Diese Pflanzen wachsen (bis zu 30 cm pro Woche) bis an die Gewässeroberfläche.
Sie verheddern sich leicht in den Schrauben der Bootsmotoren, behindern Segler und Ruderer und "kitzeln" die Schwimmerinnen und Schwimmer an Bauch und Beinen.

Wachstum massiv gestiegen

Ein massiver Anstieg des Pflanzenwachstums in den letzten Jahren stellt eine große Herausforderung für das Mähmanagement der Stadt dar. Waren die Mähboote früher nur wenige Monate während der Saison im Einsatz, musste seit 2014 fast das ganze Jahr über gemäht werden. Aufgrund dieser Entwicklung setzen die Expertinnen und Experten der Stadt Wien auf erweiterte neue Maßnahmen.

Neben dem Mähen der hochwachsenden Pflanzen gehört dazu die gezielte Ansiedlung niederwüchsiger Unterwasserpflanzen-Arten.

Neue Amphibien-Mähboote

Bis 2017 mähte eine Privatfirma mit zwei großen Mähbooten und bekamm den Pflanzenwuchs zur Zufriedenheit von Badegäste, Wassersportler und Bootsvermieter in Griff. Jedoch waren der Stadt Wien die anfallenden Kosten zu hoch und sie verlängerten den Vertrag mit der Firma nicht mehr.

Seit 2018 sind von der Stadt eigene neue Mähboote im Einsatz,sie sollten das Mähmanagement noch effizienter machen. Es handelt sich dabei um kleinere, sehr effiziente Amphibien-Mähboote.Diese Boote mähen bis zu 2,5 Meter tief. Sie sind schneller als die bisher eingesetzten Boote und können auch in schwerer zugänglichen Bereichen mähen - So sagt es die Stadt Wien.

Die neuen Mähboote werden sowohl für den Mähvorgang als auch für das Einsammeln des Schnittguts eingesetzt. Begleitet werden sie von Sammel-Motorbooten, die das Schnittgut an dafür vorgesehenen Sammelstellen am Ufer abladen.

Riesige Pflanzenteppiche breiten sich aus 

So wirklich im Griff wie es gesagt wird, hat die Stadt Wien das Mähmanagement nicht.
Die ach so hochgelobten Amphibien-Mähboote sind für diese Aufgabe wahrscheinlich zu klein und uneffizient. Riesige Pflanzenteppiche breiten sich aus. Die Alte Donau, das Naherholungsgebiet mitten in der Stadt verkrautet. Die MA 45 verspricht nun doppelte Kapazität einzusetzen und 7 Tage in der Woche zu mähen

Bleibt nur zu hoffen das die Verantwortlichen ihre Fehler einsehen, ihr Versprechen wahr machen und beim Mähmanagenent schnellstens etwas ändern sonst verschlingen die Schlingpflanzen ein Erholungsgebiet auf das jede Weltstadt stolz wäre.

Gegen manches Kraut ist eben kein Kraut gewachsen - Güni ART.

Wo: Alte Donau, Wien auf Karte anzeigen

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