06.07.2016, 22:46 Uhr

KunstEvent in der Akademie für Ganzheitliche Kunsttherapie

Wien: Floridsdorf |

Das diesjährige KunstEvent fand am Samstag, den 25. Juni 2016 bei tropischen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein statt. Allen aktiven TeilnehmerInnen sowie allen BesucherInnen sei herzlich gedankt, dass sie es nicht vorgezogen haben im Strandbad zu liegen, sondern trotzdem gekommen sind.

Die Moderatorin Ina Reisacher begrüßte die Ehrengäste und Sponsoren und bat Mag. art. Harald Fritz-Ipsmiller den Titel des Events

„KUNSTKREISE/ARTMOSPHÄRE“

und die dahinterliegende Philosophie zu erklären.
Mag. art. Fritz-Ipsmiller betonte, dass die Namensfindung zu Beginn des Ausbildungsjahres durch die Auszubildenden stattfindet und sich die ARTMOSPHÄRE durch den Prozess des gemeinsamen Gestaltens von selbst ergibt. In Bezug auf die KUNSTKREISE wies Mag. Fritz-Ipsmiller darauf hin, dass jeder Mensch froh seinen täglichen Ärger annehmen möge und am besten im Atelier, vollständig und energiereich ausdrücken solle. Mit der Ausbildung in der AKADEMIE FÜR GANZHEITLICHE KUNSTTHERAPIE am Kinzerplatz/Franklinstraße, erhalten die TeilnehmerInnen genügend Techniken und Fertigkeiten vermittelt, um über eventuelle Krisen hinauszugehen und den Durchbruch im künstlerischen Bereich zu schaffen. Wenn die Arbeit fließt, das Beste im Menschen durchschimmert und der Betrachter durch das entstandene Produkt angesprochen wird, dann ist die Verbindung zur ARTMOSPHÄRE geschaffen.
Als Vortragender konnte Prim.Univ. Dr. Erwin Hauser, Leiter der Kinder- und Jugendambulanz, KH Mödling, Schwerpunkt Epilepsie, gewonnen werden, der die medizinische Sicht auf die Kunsttherapie beleuchtete und dabei die drei wichtigen Facetten Kreativität, Individualität und Identität in den Mittelpunkt stellte.
Bei den Neuropädriatischen Wochen, wo erkrankten Kindern und deren Familien die Möglichkeit geboten wird, gemeinsam Kunsttherapie zu machen, stellte Dr. Hauser immer wieder fest, dass auf die anfängliche Ablehnung: „Brauch ich nicht“, die Begeisterung folgte.

Eine neue Möglichkeit für den Einsatz von Kunsttherapie ergab sich durch die Zusammenarbeit mit der Direktorin der Ganztagesschule NOVA, Elisabeth Kugler, BA, Leopoldstadt. Die öffentliche Volksschule betreut Kinder aus kulturell und sozial unterschiedlichen Schichten. Mit der Flüchtlingswelle des vergangenen Jahres kamen neue Herausforderungen auf die Schule zu. Im Rahmen eines Praktikums wird mit den neu dazugekommenen, sprachlich benachteiligten Kindern in Kleingruppen gearbeitet. Der kunsttherapeutische Ansatz passt gut zur Haltung der Schule und die Erfolge geben dem Projekt recht. Frau Direktorin Kugler hofft, dass es gelingt, diese Neuheit dauerhaft ins Schulsystem zu integrieren.

Frau Dr. Anette Henry, Ärztin für Allgemeinmedizin/Palliativmedizin stellte das Kinderhospiz MOMO vor, das sich um die Betreuung und Begleitung kranker Kinder und deren Familien kümmert. Einmal im Jahr wird ein Family Day organisiert, um Lebenszeit und Lebensfreude zu feiern. Es wird ein Kunstcorner angeboten, der von den oft sprachlos leidenden Kindern gut angenommen wird. Es gelingt mit Hilfe des kreativen Ausdruckes miteinander in Beziehung zu treten.

Nach dem Zitat von MARTIN BUBER: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung.“

Im Rahmen des Events wurde eine Tombola veranstaltet, dadurch konnte ein namhafter Betrag an das Kinderhospiz übergeben werden, worüber sich Frau Dr. Henry sichtlich freute.

Nach der Pause bat Lillian Fritz die fünfzehn abschließenden Künstlerinnen auf die Bühne, beglückwünschte sie und überreichte jeder einen Blumenstrauß. Gabi Skol überreichte im Namen aller Kunstabschließenden einen gefüllten Spezialitätenkorb an die Kunst-SupervisorInnen und LehrtherapeutInnen. Patricia von Maravic überreichte ein Bäumchen an die Leiter der Akademie.
Speziell bedankt hat sich Lillian Fritz bei Christa Ipsmiller für ihre unermüdliche Arbeit im Hintergrund und natürlich bei Mag. art. Harald Fritz-Ipsmiller, den „MISTER KUNSTTHERAPIE“, wie sie betonte.

Damit ging ein gelungenes Fest in guter ARTMOPHÄRE zu Ende und wird hoffentlich weite KUNSTKREISE ziehen.
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