Hotel, Regionalshop, Radtourismus
Zistersdorf am Weg zum Besucher-Dorado

Alexander Fürnwein vor "seiner Baustelle". Hier entsteht das Eingangsportal des Vino Q.
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  • Alexander Fürnwein vor "seiner Baustelle". Hier entsteht das Eingangsportal des Vino Q.
  • hochgeladen von Ulrike Potmesil

ZISTERSDORF. Von Ruhm und Glanz ist wenig über ... Zistersdorf, einst Österreichs Erdölförderzentrum, dank Erdölindustrie reich an Arbeitsplätzen und finanziellen Mitteln, verlor mit dem Rückgang dieses Wirtschaftszweigs nach und nach an Bedeutung - und Kommunaleinnahmen. Der wirtschaftliche Rückgang ist sichtbar, geschlossene Geschäfte und Leerstände prägen das Bild der Innenstadt, große Betriebe wie die Anlagenbaufirma Dürr, wanderten ab.

Wie viel Tourismuspotenzial hat unsere Region?

Auf einmal kommen viele positive Signale, neue Projekte sind im Entstehen. Am Hauptplatz wird an einer großen Baustelle gearbeitet, der Poysdorfer Unternehmer Alexander Fürnwein gibt hier den Takt vor; das Traditionshotel ELDU, lange Jahre vom mittlerweile verstorbenen Zistersdorfer Unternehmer Eduard Duch geführt, wird umgebaut.
"Ich bin kein Hotelier, ich bin Bauunternehmer", stellt Fürnwein erstmal lächelnd klar. Sein ursprünglicher Plan war dementsprechend, die gesamte Immobilie zu Wohnungen umzubauen. In Absprache mit der Gemeinde und entschied sich Fürnwein schließlich um. "Die Stadt braucht ein Hotel, ich sehe hier sehr viel Potenzial." Der große, unübersichtliche Gebäudekomplex wurde zweigeteilt, im Bereich zum Hauptplatz hin werden 20 Wohnungen errichtet, im hinteren Gebäude, dessen Eingang sich in der Meierhofgasse befindet, wird das neue Hotel einquartiert. Das Vino Q.

Das Gebäude verfügt über vier Geschoße, zwei davon werden für das Hotel, eines für - bereits bestehende Wohnungen - verwendet. Eine Ebene ist für einfachere Zimmer vorbehalten. "Wir haben Bedarf für Zimmer für Geschäftsleute und Arbeiter", erklärt Fürnwein. In der anderen Ebene werden Hotelzimmer im Vintage Style mit holzvertäfelten Wänden und Klimaanlage errichtet. "Modern, mit Stil und Wohlfühlfaktor - das ist unsere Devise", sagt Fürnwein.
Das gesamte Konzept wird ohne Hotelpersonal vor Ort laufen. Gebucht werden kann online oder über einen Self-Check-in-Terminal. Zudem sollen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und Unternehmern der Stadt Packages gebucht werden können. Beispiele sind das Frühstück in der Bäckerei Baumhackl nebenan oder Radverleih bei Zweiradcenter Polak, der ebenfalls gleich ums Eck im April eröffnet.
Bürgermeister Helmut Doschek setzt große Hoffnungen in das Hotel ebenso wie in das zukünftige touristische Konzept Zistersdorfs. Denn weitere Projekte gehen mit dem Vino Q Hand in Hand. Der neue Drei-Gemeinden-Radweg wird heuer gebaut, er wird an den Kamp-Thaya-March-Radweg (KTM) angebunden.

3G - 3 Gemeinden, ein Radweg

Zudem entsteht - ebenfalls auf Initiative von Alexander Fürnwein, an der Hauptstraße neben der Modeinsel auf 480 Quadratmetern ein Regionalshop. Produzenten aus der Umgebung können hier Regalflächen mieten und ihre Produkte verkaufen. "Wir haben so viel Angebot. Von Wein über Bäckerei bis Ziegenmilch- und Alpaka-Produkten", schwärmt Doschek. Ende des Jahre soll der Regionalshop in Betrieb gehen.

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