31.05.2017, 09:00 Uhr

Kurios: 120-jähriger Methusalem wohnt in Gmünd

Der Gmünder Dietmar Haumer mit seinem "Methi".

Dietmar und Ulrike Haumer aus Gmünd beherbergen seit zehn Jahren eine besondere Schildkröte in ihrem Garten.

GMÜND (eju). Im Garten von Dietmar und Ulrike Haumer in Gmünd lebt Methusalem, liebevoll Methi genannt. Der Name ist Programm, denn dabei handelt es sich um eine Land-Schildkröte, die schon etwa 120 Jahre auf dem Panzer hat.

Dietmar Haumer erzählt: "Die Schildkröte wurde von Felix Fitzinger kurz nach dem Krieg im Wald an einen Baum gebunden gefunden. Das Loch im Panzer hat sie immer noch. Damals hat sie ein Tierarzt auf 80 Jahre geschätzt. Vor etwa zehn Jahren haben wir Methi übernommen." Die Haumers erfuhren dazu, dass Methusalem einem Soldaten aus Russland oder Polen gehört haben dürfte, der ihn selbst schon von Kindesbeinen an besessen und ihn wohl auch mit in den Krieg genommen hatte.

120-jähriger "Rammbock"

Ulrike Haumer über ihr Langzeit-Haustier: "Wenn ich Wäsche aufhängen gehe, verfolgt er mich durch den ganzen Garten."

Dabei kann es schon einmal vorkommen, dass er, wie es sich für eine Schildkröte eben gehört, den gesamten Körper als Rammbock einsetzt und gegen Frauchens Schuhe boxt. Auch im Blumengarten ist nichts vor ihm sicher, es wird alles umgepflügt, weswegen für das Gemüse schließlich Hochbeete gebaut werden mussten, weil der Salat und die Erdbeeren nur eine sehr kurze Halbwertszeit erreichten.

"Plötzlich war die Schildkröte weg"

Der Schildkrötenmann wohnt während der warmen Jahreszeit im Garten, wenn es Herbst wird, sucht er sein Winterquartier auf und versteckt bzw. vergräbt sich. Dabei gab es zu Beginn auch schon einige Schrecksekunden, denn plötzlich im Oktober war die Schildkröte weg.

Das Tier hatte sich unter einem Baumstumpf eingegraben. Inzwischen wissen die Haumers über die Eigenheiten Bescheid und bedecken das gewählte Winterquartier mit einem Haufen Laub, damit Methi gut schlafen kann.
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