Efairdinger Sonnenenergie für Schneider in Nepal

Rudi Anschober überreicht Ingrid Gumpelmaier-Grandl den Umweltpreis.
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  • Foto: Land Oberösterreich
  • hochgeladen von Birgit Chalcraft

EFERDING (bic). Als Ingrid Gumpelmaier-Grandl mit ihrem Modelabel "Fairytale" zum ersten Mal in Nepal landete, war sie von der Armut und dem Elend schockiert. "Mit der Zeit wurde mir vieles vertraut, und nun sehe ich auch die schönen Seiten." Trotz der 3,5 Mio. Einwohner, die in Kathmandu leben, ist die Stadt sehr grün. "Um zu überleben, bewirtschaften fast alle Familien ein Fleckchen Land, und sei es noch so klein, wo sie ein bisschen Reis, Mais oder Gemüse anbauen." Wenn einmal jemand nicht am Arbeitsplatz erscheint, liegt das meist daran, dass er zuhause Erntearbeiten durchführt. Die Partnerschneiderei in Kathmandu beschäftigt zwanzig Mitarbeiter, die meisten sind Männer. Acht von ihnen nähen und sticken ausschließlich für Fairytale. "Nur wer in eine bestimmte Kaste hineingeboren wird, darf Schneider werden." Oder Musiker. "Vielleicht wird deshalb beim Nähen soviel Musik gehört und gesungen", schmunzelt die Eferdingerin. "Wenn nicht gerade der Strom ausfällt!"

Sonnenstrom und Solidarität
Strom ist in Nepal ein Kapitel für sich. "Mein Vater, ein pensionierter Elektriker, war auf einer meiner Reisen dabei. Dabei traute er seinen Augen kaum." Auf den Stromkabeln, die teilweise in wirren Knäueln von den Masten hängen, wird überall Wäsche aufgehängt. Außerdem ist Strom rationiert. Um bei einer Abschaltung weiter arbeiten zu können, behilft sich die Schneiderei mit einem riesigen Diesel-Aggregat. Die Näher, Sticker, Bügler und Verpacker sind Lärm und Gestank ausgesetzt. "Als Klimabündnispartner war das mit meiner Einstellung nicht vereinbar!" Mittels Crowdfunding konnte nun die Finanzierung für eine Photovoltaik-Anlage verwirklicht werden. Dass sogar ihre Mitbewerber die Kampagne SOLiPOWER tatkräftig unterstützten, freut Ingrid fast noch mehr als der Oberösterreichische Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit in der Kategorie Betriebe, den ihr Rudi Anschober letzte Woche überreichte.

Messe für faire Mode
Am Wochenende ist "Fairytale" bei der Wear-Fair in der Tabakfabrik Linz zu finden. Außerdem öffnet Ingrid regelmäßig ihr Atelier für an fairer Mode Interessierte. Die Termine der "Tage des offenen Ateliers" siehe Website: www.fairytale-fashion.at

Rudi Anschober überreicht Ingrid Gumpelmaier-Grandl den Umweltpreis.
Dank der Kampagne SOLiPOWER laufen die Nähmaschinen in einer nepalesischen Schneiderei bald mit Solarenergie.
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