Alles neu beim Roten Kreuz Innsbruck Land

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  • Foto: Rotes Kreuz Innsbruck Land
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Anfang Jänner 2011 wurde in der Bezirksstelle Innsbruck Land des Roten Kreuzes ein neuer Bezirksausschuss gewählt, nachdem sich für den im Dezember bei der Generalversammlung eingebrachten Wahlvorschlag keine Mehrheit fand. Günther Ennemoser aus Fulpmes steht nun an vorderster Front der rund 40 hauptberuflichen Mitarbeiter und gut 350 freiwilligen Retter!

BEZIRKSBLATT: Herr Ennemoser, Sie waren bisher Ortsstellenleiter in Fulpmes. Wer übernimmt Ihre Aufgabe?
Ennemoser:
In Kürze werden die freiwilligen Mitglieder der Ortsstelle Fulpmes im Rahmen einer Ortsversammlung eine neue Führung wählen. Für mich gilt es nun, andere Aufgaben zu bewältigen und dabei unterstützen mich die neu gewählten Mitglieder des Bezirksausschusses. Zu meinem ersten Stellvertreter wurde Richard Hörtnagl gewählt, der bis dato schon ausgezeichnete Arbeit gerade im Freiwilligenbereich geleistet hat, zweiter Stellvertreter ist Hans-Gert Schlögl, der sich zukünftig als Ortsstellenleiter in Steinach den vielfältigen Aufgaben widmen will, sofern es die Mitglieder in der Wahl Ende Jänner wünschen. Zum neuen Referenten für medizinische Angelegenheiten in der Bezirksstelle wurde Dr. Matthias Somavilla gewählt, welcher auch die wichtige Aufgabe der Ausbildung in unserem Rettungsbezirk über hat. Hannes Kuen übernimmt weiterhin die Geschäftsleitung des Bezirks und wurde ebenfalls wieder in der Funktion des Bezirksrettungskommandanten bestellt. Die Anfang Jänner im Landesverband des Roten Kreuzes Tirol durchgeführte Wahl wurde von dessen Präsident Reinhard Neumayr geleitet und wir durften uns über ein aussagekräftiges Wahlergebnis von über 80 Prozent Zustimmung der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder freuen.

„Versorgung war und ist sehr gut“

BEZIRKSBLATT: Wie beurteilen Sie das neue Rettungsgesetz bzw. die Zusammenarbeit mit der Bietergemeinschaft?
Ennemoser:
Aktuell ist vieles noch in Ausarbeitung. Wie auch aus den Medien bekannt, bekam bei der internationalen Ausschreibung für den Rettungsdienst in Tirol die Bietergemeinschaft, unter der Führung des Roten Kreuzes, den Zuschlag und dadurch den Auftrag zur flächendeckenden Versorgung in unserem Lande. Durch meine neue Aufgabe als Bezirksstellenleiter, die ich ja erst vor zwei Wochen übernommen habe, werde ich derzeit in die Verhandlungsdetails mit der Bietergemeinschaft eingewiesen. Meine bisherigen Kenntnisse werden so erst noch vertieft, um dann ein bestmögliches Verhandlungsergebnis für unseren Rettungsbezirk erzielen zu können. In den vergangenen Wochen wurden in Zusammenhang mit diesen Verhandlungen keine gravierenden Veränderungen greifend. Der Bevölkerung könnten lediglich neue Rettungsautos aufgefallen sein, denn derzeit läuft eine sukzessive Erneuerung des Fuhrparks. Bald werden alle Gefährte mit einheitlichem Design und Ausstattung aufwarten.

Ortsstellenleiterwahlen rundum

BEZIRKSBLATT: Ist der NEF-Stützpunkt in Schönberg wegen der laufenden Umstrukturierungen eventuell in Gefahr?
Ennemoser:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Stützpunkt wieder von der Schließung bedroht ist bzw. liegen uns keinerlei dahingehende Informationen vor. Der NEF-Stützpunkt in Schönberg war und ist eine wohl durchdachte Standortwahl – nicht nur für unser Stubai- und Wipptal, sondern auch für Innsbruck, wo wir durch die direkte Autobahnanbindung auch in der Landeshauptstadt innerhalb von Minuten wirksam werden können. Auch was die derzeitige Problematik der Notarztbesetzung angeht, gab es hier nie Probleme und die Versorgung der Bevölkerung war in keiner Weise gefährdet. So wie auch mein Vorgänger, Kai Wulf, bin auch ich der Meinung, dass dieser Notarztstützpunkt bei uns richtig gewählt ist und erhalten bleiben soll und muss. Gegebenenfalls werden wir darum kämpfen. Aber wie eingangs schon erwähnt, ist eine Auflösung eher undenkbar. Das würde mit Hinblick auf das starke Tourismusaufkommen, die vielen Betriebe in den Tälern und natürlich auf die Einwohner auch keinen Sinn machen.

BEZIRKSBLATT: Neuer Vorstand, neuer Ausschuss – hat man sich schon Ziele gesetzt?
Ennemoser:
Das ist richtig! Wir wollen unter anderem in jeder unserer Ortsstellen wieder einen Ortsstellenleiter installieren. Deshalb stehen in allen Ortsstellen (Fulpmes, Steinach, Zirl und Seefeld) in Kürze Neuwahlen am Programm. Ich finde die Besetzung dieser Posten für die strukturelle Organisation und für unsere freiwilligen Mitarbeiter unumgänglich. Ebenfalls werden Ideen und Vorschläge durch unsere hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeiter versucht, bestmöglich umzusetzen und zu verwirklichen, wobei auch der neue Ausschuss schon ganze Arbeit leistet. Hier sei nur die Installierung von Freiwilligenbetreuern in allen Ortsstellen erwähnt. Diese Betreuer (meist drei bis vier freiwillige Mitarbeiter) haben sich zur Aufgabe gemacht, ihre Kollegen auf diesem Wege im Roten Kreuz zu begleiten. Sie betreuen neue freiwillige Mitarbeiter vom erstmaligen Vorstellen der Ortsstelle, formale Tätigkeiten, gesamte Einkleidung, Meldung zu Kursen und Ausbildungen, erste Schnupperdienste im Rettungsdienst bis zu gemeinsamen Ausflügen, Veranstaltungen usw. und haben für ihre Kollegen immer ein Ohr um auch eventuelle Probleme ehestmöglich zu lösen. Die Betreuer freuen sich über Anfragen und stehen interessierten Personen aller Altersschichten jederzeit und gerne zur Verfügung.

BEZIRKSBLATT: Ist sonst in Zukunft noch Größeres geplant?
Ennemoser:
Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Kleinere Umstrukturierungen wird es sicher geben, aber erst einmal brauchen auch wir ein wenig Zeit, um uns einzuarbeiten. Etwas Sorge bereitet mir aber die derzeitige Diskussion über die Abschaffung der Wehrpflicht und den daran geknüpften Wehrersatzdienst, sprich Zivildienst. Die uns zugeteilten Zivildiener bekommen nicht nur eine gute Ausbildung, sondern unterstützen uns auch im täglichen Rettungs- und Krankentransport und leisten so einen wertvollen Beitrag der wiederum der Bevölkerung zugutekommt. Viele Zivildiener bleiben uns auch nach Ableistung ihres Dienstes als freiwillige – und bereits ausgebildete und routinierte – Mitarbeiter erhalten. Ebenfalls sind wir auch Ausbildungsstätte für Sanitätssoldaten des Bundesheeres, die bei uns ihre praktische Verwendung während der Ausbildung zum Sanitäter absolvieren. Auch hieraus
können wir unseren Pool an freiwilligen Mitarbeitern immer wieder verstärken. In dieser Frage ist jedoch die Politik gefordert, eine richtige und vorausschauende Entscheidung zu treffen. Wir werden uns jedenfalls bemühen, die Abläufe in unserem Bezirk so zu optimieren, dass auch weiterhin alles so läuft wie bisher oder diese sogar noch verbessert werden können.

Landesjugendwettbewerb

BEZIRKSBLATT: Es schaut also alles in allem recht gut aus?
Ennemoser:
Ja, das darf ich behaupten. Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch darauf hinweisen, dass Anfang Juli in Neustift der Landesjugendwettbewerb stattfindet. Die Austragung des Wettbewerbes ist für unsere Bezirksstelle eine Ehre. Die Organisation und Vorbereitung läuft bereits auf vollen Touren – wir freuen uns auf ein tolles Event!

Autor:

Tamara Kainz aus Innsbruck

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