„Gutes Pflegepersonal wird immer benötigt“

Univ.-Prof. Dr. Christa Them wurde im Juni für ihr Wirken mit dem  Verdienstkreuz des Landes Tirol ausgezeichnet.
  • Univ.-Prof. Dr. Christa Them wurde im Juni für ihr Wirken mit dem Verdienstkreuz des Landes Tirol ausgezeichnet.
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

2010 kam die UMIT durch die Aberkennung von Doktoratsstudien in die Schlagzeilen. Was ist in der Zwischenzeit geschehen?
Christa Them: „Es ist unheimlich viel passiert. Zum einen haben wir uns einer Reakkreditierung unterzogen. Es wurde alles durchleuchtet, von den Studienprogrammen bis zu den Rahmenbedingungen. Es gab natürlich Empfehlungen der Gutachter, die wir jetzt aufarbeiten. Die Reakkreditierung haben wir problemlos bestanden.“
An der UMIT ist also wieder Ruhe eingekehrt und sie ist voll ausgelastet?
„Ja, wir haben im Sinne der Qualitätsarbeit in Lehre und Forschung viel erarbeitet. Die Zahlen für das kommende Semester schauen gut aus, wir sind sehr optimistisch, es kommen sicher noch Anmeldungen, speziell im Bereich der Mechatronik.“
Mechatronik ist eine trendige Studienrichtung. Eine Jobgarantie?
„Ja, das glaube ich schon. Denn die Studierenden haben bereits während des Studiums die Möglichkeit, an unseren Instituten und in Unternehmen Erfahrungen zu sammeln. Die Absolventen sind gefragte Fachleute im In- und Ausland. Ziel ist es, die Mechatroniker in Tirol zu halten, der Bedarf ist gegeben.“
In welchen Studienrichtungen sehen Sie den größten Zulauf in Hall?
„Im Rahmen der Psychologie, auch weil wir an der UMIT den Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie haben. Gefolgt vom Kombistudium Pflege."
Sie sind auch Vorstand des Instituts für Pflegewissenschaften und Gerontologie. Die UMIT kooperiert mit 15 Krankenpflegeschulen. Hat sich dieses Modell bewährt?
„Das hat sich sehr bewährt. Nach den Erfahrungen mit drei Schulen am Beginn vor fünf Jahren ist diese Kooperation nun eine exzellente Geschichte. Es bedarf allerdings einer guten Abstimmung mit den Schulen, die gegeben ist.“
Und wie ist die Erfahrung mit der Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Pflege mit den Spitälern in Hall und Kufstein?
„Eine sehr gute. Die Studierenden sind durch diese Kooperation gut in der Praxis integriert. Die Kriterien werden durch uns überprüft und die Krankenhäuser müssen sich dieser Überprüfung jährlich stellen. Das ergibt auch Vorteile für die Spitäler.“
Das Pflegestudium kann seit 2005 mit Bachelor, Master und Doktoratsstudium abgeschlossen werden. Braucht es so viele Pflegemanager? Werden in Zukunft nur mehr akademische PflegerInnen einen Job bekommen?
„Nein, genau das Gegenteil ist der Fall. International wird angestrebt, dass bis zehn Prozent des Pflegepersonals einen akademischen Abschluss haben. Da sind wir noch weit davon entfernt. Die Arbeitsprofile des Pflegepersonals und die Ausbildung im Bereich der Pflege werden sich in Zukunft sicher ändern, auch um die Ärzte zu entlasten. Die Management- auszubildenden kommen derzeit oft aus der Diplompflege. In Zukunft wird eher der Master für die Aufgaben im Pflegemanagement erforderlich sein. Aber gut ausgebildetes Pflegepersonal wird auch in Zukunft immer benötigt.“
Ist Tirol bei der Pflege und Betreuung älterer Menschen am richtigen Weg?
„Die Datenlage für das Land Tirol ist sehr gut, dadurch ist die Planung vorausschauend machbar. Wir haben ein gutes Spitalswesen und ein gutes Pflegesystem in den Sozialsprengeln, der Weg ist richtig.“

Wordrap

Altern bedeutet?
Die Endlichkeit des Lebens
Pflegepflichtversicherung?
Wichtig und richtig
Heutige Jugend?
Die Zukunft für uns
Tirol ist im Sommer?
Genauso schön wie im Winter
Auszeit in?
Bad Goisern
Hall ist für Sie?
Eine wunderschöne Universitätsstadt

Zur Person

Univ. Prof. Dr. Christa Them, geboren 1960 in Wien
• 1991-2005: Direktorin des Fachbereiches Pflege am „Ausbildungszentrum West in Innsbruck
• 2000: Abschluss des Universitätslehrganges für Krankenhausmanagement in Innsbruck
• 2003-2005: Leiterin der Abteilung Pflegewissenschaft an der UMIT
• seit 2006: Vorstand des Instituts für Pflegewissenschaft an der UMIT und ordentliche Professorin
• seit 2008: Leiterin des Departments für Pflegewissenschaft und Gerontologie an der UMIT
• seit 2010: Geschäftsführerin und Rektorin der UMIT
• seit 2010: Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der FH Gesundheit, Innsbruck
• seit 2012: Mitglied des Österreichischen Netzwerkes Gesundheitsfördernder Krankenhäuser

Autor:

Sieghard Krabichler aus Tirol

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