Theater Rum mit „Pferd frisst Hut”
„Hut oder Leben”

Kreatives Feuerwerk mit burlesken Ideen und schillernden Kostümen im Theater Rum (FoRum) mit “Pferd frisst Hut” | Foto: Theater Rum
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  • Kreatives Feuerwerk mit burlesken Ideen und schillernden Kostümen im Theater Rum (FoRum) mit “Pferd frisst Hut”
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Kreatives Feuerwerk mit burlesken Ideen und schillernden Kostümen im Theater Rum (FoRum) mit “Pferd frisst Hut”

Der Franzose Eugen Labiche hat im 19. Jhdt. (in den Jahren ca. 1835-1880) eine unglaubliche Anzahl (175!) an Boulevardstücken geschrieben, so auch das 1851 im Palais Royal in Paris aufgeführte Lustspiel, in welchem wie bei vielen seiner Possen eheliche Seitensprünge, echte und nur vermutete, eine Rolle spielen, an denen sich der angeblich brave Bürger delektierte. Im vorliegenden Fall gerät ein junger Lebemann , der an diesem Tag seine Hochzeit feiern sollte, als Zeuge eines Liebes –tete-à-tete zwischen einer verheirateten Dame und eines Kavaliers arg in Bedrängnis, da sein Pferd den Strohhut von Madame bis auf einen kleinen Rest auffraß und nun das Paar Entschuldigung einfordert. Auf der verzweifelten Jagd nach einem Ersatz für das corpus delicti platzt die Hochzeitsgesellschaft in das Geschehen, das Karussell an Missverständnissen, Verheimlichungen und Fehlschlüssen dreht sich immer rasanter, bis vielleicht doch noch ein Ausweg gelingt.

Caroline Mercedes Hochfelner, Tiroler Schauspielerin & Regisseurin hat mit den 7 Damen und 5 Herren des theatererprobten Laienensembles von ‚“Theater Rum“ (Assistenz Barbara Trenker u. Sophie Daum) in Zusammenarbeit mit Veronika Stemberger als Ausstatterin das von ihr bearbeitete Stück fulminant, farbig & dynamisch umgesetzt. Alexander-Simon Strobl schlüpfte elegant und beweglich, mit verwirrend schnellem, aber trotzdem verständlichen Sprechduktus in die Figur Fadinards, des Hochzeiters, Bernhard Rieder glänzte durchgehend komödiantisch in der Rolle des tobenden Schwiegervaters Nonancourt, Marion Knapp war die süße, aber auch wütende Verlobte Hélène, Bobin, ihr verliebter Cousin wurde herzhaft und burlesk von Wolfgang Viertl - Strasser in Szene gesetzt, Danielle Konrad brillierte in ihrem originellen Part als schwerhörige Tante Vézinet, Hansjörg Bertignoll gelang überzeugend der wütende, gehörnte Großbürger namens Beuaperthuis. Brigitte Rieder geriet elegant und verführerisch die Rolle dessen untreue Gattin Anais, Lisa Wanka füllte mit großem Einsatz und überzeugender Performance ihre Doppelrollen als Modistin Clara und Baronin de Champigny, einmal burschikos, einmal lasziv, auch Georg Mader glänze in seinen Doppelrollen, einmal fesch, akkurat und aufbrausend in der Uniform des Polizeileutnants Emile Tavernier, darauf als drogensüchtiger Salonlöwe Achille de Rosalba. Martin Burkhart gefiel in seinen originellen Auftritten als Wachposten, Buchhalter und Bürgermeister, Bettina Sappl war das hübsche, freche Kammermädchen Beuaperthuis’ und dann das Zimmermädchen der Baronin. Mit Linus Konzett hat man einen erzählenden, erklärenden Publikumsliebling gefunden, der hinreißend komisch die Umbauten zelebrierte und alles in bestem Xibergerisch kommentierte. Walzerklänge, Max Raabes entzückende Salonstimme, aber auch fetziges Popgetöse begleitete tolle Tanzeinlagen inmitten verständlicher, ästhetisch gefälliger und umbaufreundlicher Raumzitate. Schade, dass diese Produktion nun zu Ende geht, aber sie hat Spaß gemacht.

Eine Theaterkritik von Peter Teyml

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