NepalHilfe Tirol lädt ein: Wandern zu den Tiroler Sherpas

Die nepalesischen Sherpas freuen sich schon auf die Eindrücke und Erfahrungen, die sie auf den Tiroler Almen sammeln.
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  • Die nepalesischen Sherpas freuen sich schon auf die Eindrücke und Erfahrungen, die sie auf den Tiroler Almen sammeln.
  • Foto: Nepalhilfe Tirol
  • hochgeladen von Michael Kendlbacher

Seit 18 Jahren bemüht sich die NepalHilfe Tirol die medizinische Versorgung sowie das Sozialwesen in einzelnen Regionen Nepals nachhaltig zu verbessern.

INNSBRUCK-LAND. In Tirol gibt es seit vielen Jahren ein erfolgreiches Sherpaprojekt, das 2019 auf 22 Tiroler Alpenvereinshütten, Almen und Berggasthäusern fortgesetzt wird. Erstmalig haben Unterstützer und Interessierte heuer die Gelegenheit, bei „Nepal-Wandertagen“ die Arbeit der NepalHilfe in Tirol ganz persönlich kennenzulernen. Der Erfolg der Arbeit der NepalHilfe Tirol findet seinen Ursprung in der engen Beziehung des Obmanns des Vereins Wolfgang Nairz mit seiner zweiten Heimat Nepal. Der bekannte Tiroler Alpinist wollte die Menschen nachhaltig unterstützen und gründete den Verein NepalHilfe Tirol. So konnten in den letzten Jahren neben der umfassenden Katastrophenhilfe nach dem Erdbeben 2015 und den Überschwemmungen 2017 vor allem Projekte im Bildungsbereich, in der Behindertenarbeit und im Naturschutz umgesetzt werden.

Sherpaprojekt gibt Hilfe

In Tirol startete Nairz mit der NepalHilfe vor 15 Jahren das „Sherpaprojekt“, bei dem jährlich Sherpas aus Nepal nach Tirol kommen, um auf Tiroler Alpenvereinshütten, Almen und Berggasthäusern Erfahrungen zu sammeln, die sie dann zu Hause im Gastgewerbe umsetzen können. In diesem Jahr beteiligen sich 22 Hüttenwirte an der Aktion. Mit Stolz erzählt Wolfgang Nairz, dass das Engagement Früchte trägt: "Heute erkennt man die Lodges und Hütten in Nepal, die von einem in Tirol Ausgebildeten geführt werden, auf den ersten Blick.“ Neben der Sauberkeit und Hygiene, die die Unterkünfte und Gaststätten von anderen Nepals unterscheiden, schlägt sich die Erfahrung der Sherpas in Tirol vor allem in der guten Betreuung der Trekking-Gäste nieder. Das Praktikum hat für die Sherpas den positiven Nebeneffekt, dass in der nepalesischen Regenzeit in unserem Sommer zusätzliches Einkommen für die ganze Familie erwirtschaftet werden kann. „Die Teilnehmer werden auf den Hütten und Berggasthöfen nach Kollektivvertrag entlohnt und verdienen somit über einen Sommer lang so viel, wie zum Beispiel ein Lehrer in Nepal in zwei Jahren verdient", erklärt Nairz.

Nepal-Wandertage in Tirol

Um das Verständnis der Tiroler für die Arbeit der NepalHilfe noch besser zu verdeutlichen, bietet der Verein in diesem Sommer erstmals geführte Nepal Wanderungen zu Partnerbetrieben in Tirol an. "Es geht uns nicht darum, unsere Strukturen auf Nepal zu übertragen, sondern darum, Anregungen zu geben und Kenntnisse zu vermitteln, die im Trekkingtourismus direkt umsetzbar sind", zeigt sich Wolfgang Nairz überzeugt.

Termine:

13. Juli – Franz Senn Hütte (Treffpunkt: 9:00 Uhr Parkplatz Oberiss Alm); 14. September – Neue Pforzheimer Hütte (Treffpunkt wird auf www.nepalhilfe-tirol.at bekannt gegeben). Anmeldung unter info@nepalhilfe-tirol.at, die Teilnahme ist kostenlos.



Mehr dazu

https://www.meinbezirk.at/tag/nepalhilfe

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