Lesung mit Erich Klein und Maria Piok
Otto Grünmandls Zimmertheater

Präsentation der Werkausgabe Band 2 mit Erich Klein (Publizist und Literaturkritiker) und Maria Piok (Forschungsinstitut Brenner-Archiv) | Foto: Gstir
  • Präsentation der Werkausgabe Band 2 mit Erich Klein (Publizist und Literaturkritiker) und Maria Piok (Forschungsinstitut Brenner-Archiv)
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HALL. Die Lesung im Kulturlabor Stromboli in Hall gewährte nähere Einblicke in das Leben des Haller Kabarettisten, Schauspieler und Schriftsteller Otto Grünmandl. 

Außergewöhnlicher Geist

Der Haller Otto Grünmandl, der Kabarettist aus den Tiroler Alpen, vormals Tuchhändler und Rundfunkredakteur, war eine tiefe, skurrile und melancholische Persönlichkeit. Das Genre Kabarett wurde mit Grünmandl zum Ort des Absurden, Aberwitzigen und der Nonsens zum Sinn des Lebens. Die Entscheidung auf die Bühne zu gehen, fiel im bei Grünmandl erst im Alter von 50 Jahren. In seinen Ein-Mann-Sketchen trat er stets streng frisiert auf, und nicht selten als Frau verkleidet – doch seine spezielle Art von Humor traf nicht jedermanns Geschmack.

„An Otto Grünmandl scheiden sich die Geister, die Gesellschaft spaltete sich in Fans und Verächter“

, erklärte Erich Klein, österreichischer Publizist, Übersetzer und Literaturkritiker, der sich seit einigen Jahren mit den Werken Grünmandls beschäftigt. Einige Textzeilen erinnerten Klein, den Schreibstill betreffend auch an Thomas Bernhard. Aufgewachsen in der Nachkriegszeit sprach Otto Grünmandl außer in seinen Texten nie über die Zeit des Nationalsozialismus, über den Grund wird heute noch spekuliert. „Ich glaube, es war nicht mehr nötig, darüber zu sprechen, alles was er dazu zu sagen hatte, konnte man in seinen Texten lesen“, sagt Maria Piok, Forschungsinstitut Brenner-Archiv. Die Texte von Otto Grünmandl geben demnach noch lange nach seinem Tod einige Rätsel auf.

Grünmandl wie Blauweibl

Auch am kommenden Samstag findet im Stromboli eine Veranstaltung im Zeichen von Otto Grünmandl statt:

  • Die Blauweibl-Lyriklesebühne mit Yasmo, Erika Wimmer Mazohl, Siljarosa Schletterer, Rebecca Heinrich und Anna Widauer am 20. November 2021, ab 20.00 Uhr! Für das feministische Zimmertheater ,,Blauweibl: Grünmandl und andere Farben" wagen die Rapperin und Slam-Poetin Yasmo, die Autorin und Literaturwissenschaftlerin Erika Wimmer Mazohl, die Lyrikerin und Kulturvermittlerin Siljarosa Schletterer und die Autorin und Slam-Poetin Rebecca Heinrich ein lyrisches Experiment. Ausgehend von ausgewählten Grünmandl-Texten beschreiten sie eigene poetische Wege und nehmen dabei Themen wie Existenz, Bürokratie und Verfolgung unter die lyrische Lupe. Sängerin und Multi-Instrumentalistin Anna Widauer sorgt für einen stimmungsvollen musikalischen Rahmen. Moderiert wird der Abend von Maria Piok vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv.

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