Nordische Kombination
Lamparter kürt sich zum Gesamtweltcupsieger
- Johannes Lamparter freut sich über die große Kristallkugel.
- Foto: ÖSV/Derganc
- hochgeladen von Michael Kendlbacher
Der Tiroler Kombinierer Johannes Lamparter hat sich am Samstag als dritter Österreicher nach Klaus Sulzenbacher und Felix Gottwald den Gesamtweltcup der Nordischen Kombinierer gesichert. Der Sieg im heutigen Rennen ging an Jarl Magnus Riiber (NOR) vor Kristjan Ilves (EST) und Jens Luraas Oftebro (NOR).
LATHI/RUM. Der heutige elfte Platz reicht Johannes Lamparter, um bereits vorzeitig den Sieg im Gesamtweltcup zu fixieren. Vor dem letzten Rennen morgen Sonntag hat der Tiroler 116 Punkte Vorsprung auf Jens Luraas Oftebro und ist somit bei einem Maximum von 100 Punkten pro Sieg nicht mehr einholbar. Lamparter ist nach Klaus Sulzenbacher (1987/88, 1989/90) und Felix Gottwald (2000/01) erst der dritte Österreicher, dem diese Meisterleistung gelingt.
Gesamtweltcupsieg vorzeitig in der Tasche
„Einfach Wahnsinn, jetzt dazustehen mit meinem ersten Gesamtweltcupsieg ist ein unbeschreiblicher Moment. Es ist eine große Last, die von meinen Schultern abfällt und Erleichterung pur. Im Moment strahle ich über das ganze Gesicht, es ist ein Kindheitstraum, der heute in Erfüllung geht, und das mit erst 21 Jahren. Der Sieg im Gesamtweltcup ist für mich höher einzuordnen wie Olympiasieger oder Weltmeister. Der letzte Gesamtweltcupsieg ist schon etwas her, da war ich noch nicht mal auf der Welt. Deshalb ist es nicht nur für mich ein ganz großer Sieg, sondern auch für das ganze Team ein historischer Moment und eine große Werbung für die nordische Kombination“, so Johannes Lamparter.
Trainer zufrieden
Für Cheftrainer Christoph Eugen ist es das erste Mal, dass er in seiner mittlerweile elfjährigen Cheftrainer-Tätigkeit einen Gesamtweltcupsieger in seinem Team hat. Dementsprechend groß fällt sein Lob aus: „Es ist ein sehr schönes Gefühl, auch wenn wir heute etwas Pech mit dem Wind auf der Schanze hatten. Nichts desto trotz hat er heute im Laufen das Maximum herausgeholt und die Kugel schlussendlich fixieren können. Das ganze Team ist sehr stolz auf ihn, er hat eine fantastische Saison gehabt und es sich mehr als verdient. Jetzt können wir morgen nochmal befreit angreifen und dann auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken.“
- Lamparter ist nach Klaus Sulzenbacher und Felix Gottwald erst der dritte Österreicher, dem diese Meisterleistung gelingt.
- Foto: Bizcomburnz
- hochgeladen von Georg Larcher
Der Sprungdurchgang war durch wechselnde Windbedingungen geprägt, was den Wettkampf für die Athleten nicht immer fair machte. Vor allem Johannes Lamparter erwischte sehr schwere Windbedingungen. Lamparter landete nach nur 109 Metern und kam nicht über Platz 24 nach dem Springen hinaus, sein Rückstand auf Spitzenreiter Kristjan Ilves (EST) betrug bereits fast zwei Minuten. Besser hatten es Franz-Josef Rehrl und Stefan Rettenegger, die nach Sprüngen auf 123 und 124 Metern als beste Österreicher auf den Plätzen 4 (+51sek) und 6 (+1min18sek) lagen.
Während sich Johannes Lamparter im Rennen noch mit der vierten Laufzeit auf den elften Platz verbessern konnte, musste Stefan Rettenegger zwei Positionen einbüßen. Der Salzburger wurde schlussendlich als bester Österreicher Achter. Lukas Greiderer beendete das Rennen auf Platz 16, Franz-Josef Rehrl fiel von Platz 4 hinter Greiderer auf Platz 17 in der Endabrechnung zurück. Ein Top Zwanzig Ergebnis gab es ebenso noch für Martin Fritz als 20.
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