30.10.2016, 00:00 Uhr

130 Pferde zogen durch Mils

Den Gemüsewagen steuerte Hubert Thöny, Paul Köhle von den Pfundskerlen sorgte für Stimmung (Foto: Kaltenböck)
Pferdeherbst Mils 2016 lautete der Titel des großen Umzugs mit 130 Pferden, davon 100 unter dem Sattel und 30 vor der Kutsche. Von Thiersee bis Pfunds reichte diesmal das Einzugsgebiet der vom Pferdehof Tiefenthaler, dem Reitverein Volgger in Mils und Lois Kaltenböck (für die Pferdefreunde Gnadenwald) organisierten Veranstaltung. Dreimal gab es schon in Gnadenwald den „Martiniritt“, der diesmal durch den „Pferdeherbst Mils“ abgelöst wurde.
Am Staatsfeiertag war es zwar nass und frisch, für richtige „Rosseler“ jedoch kein Problem. Alle angemeldeten Gruppen kamen, formierten sich und traten um 11 Uhr den Weg durch die Milser Felder an, angeführt von der Musikkapelle Mils und dem Zweispänner von Ossi Tiefenthaler.
Über mehrere 100 Meter erstreckte sich der Zug, bunt gemischt aus Reitern, Gespannen, sowie traditionellen und sportlichen Reitergruppen. Prächtig die Standartenreiter aus Mils, Thiersee und dem Tiroler Oberland auf ihren Norikern im Prunkgeschirr und eindrucksvoll die Vielfalt der unterschiedlichsten Pferderassen.
Der bekannte Sportmoderator Rainer Dierkes brachte beim „Schiachlbrunnen“ richtig gute Stimmung ins Geschehen und informierte die hunderten Zuschauer über Herkunft der Gruppen, Pferderassen (vom kleinsten Pony bis zum eindrucksvollen Percheronhengst), Art der Kutschen, Anspannung und liebevolle Details im Schmuck der herrlichen Pferde.
Dass gelebtes „Brauchtum mit dem Pferd“ einen hohen kulturellen Wert und entsprechendes Ansehen in der Bevölkerung hat, bewies eindrucksvoll der Beifall, mit dem die Gruppen beim Schiachlbrunnen empfangen wurden.
Als Ehrengäste auf den Kutschen sah man u. A. den Milser Bürgermeister Peter Hanser, Kulturreferent Thomas Kölli, die Gnadenwalder Bürgermeisterin Heidi Profeta, NR Hermann Gahr, Tierzuchtdirektor Rudolf Hussl, den Obmann der Tourismusregion Hall-Wattens, Werner Nuding und nicht zuletzt Vikar Hermann Gutwenger, der nach dem Eintreffen der Formation seinen Segen gab.

Lösten der eindrucksvolle Umzug und die Begeisterung der Zuschauer schon auf seinem Weg Volksfeststimmung aus, so setzte sich diese im Festzelt beim Pferdehof Tiefenthaler fort. Bis in den späten Nachmittag unterhielten sich die vielen Pferdefreunde, musikalisch begleitet von den „Volderer Buam“ blendend.
Tradition traf auf Sport, Gespannfahrer auf Reiter und alle verband die Liebe zu den Dutzenden Pferderassen, die man beim Pferdeherbst Mils bewundern konnte. Selbst die hohe Politik hatte dieses eindrucksvolle und positive Interesse am Brauchtum mit und der Faszination zum Pferd nicht erwartet.
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