20.10.2017, 12:54 Uhr

"Der Geldmacher" wurde in Hall gedreht

Aaron Friesz/Hauptdarsteller, Verena Altenberger/Hauptdarstellerin, Karl Markovics/Hauptdarsteller, Johannes Köck/Cine Tirol (Foto: Cine Tirol)
HALL. Seit Mitte Oktober wird das ORF/BR/ARTE-Drama „Der Geldmacher“ an mehreren Drehorten in Tirol realisiert. Karl Markovics spielt dabei den Wörgler Bürgermeister, der 1932 das "Schwundgeld" erfand.
Die moderne Industrie- und Dienstleistungsgemeinde Wörgl eignete sich dabei nicht als Drehort, viele Szenen wurden deshalb in der Haller Altstadt gedreht. „Wir freuen uns sehr über die Dreharbeiten für diese Filmproduktion in Tirol, die sich durch den hohen Tirol-Bezug in Form der wahren Geschichte des Schwundgelds in Wörgl in den 30-er Jahren auszeichnet“, meint Cine Tirol Leiter Johannes Köck, der bei der Suche nach geeigneten Drehorten behilflich war.

Geschichte des Schwundgeldes
Die Weltwirtschaftskrise hatte Österreich 1932 besonders hart getroffen. Die Krise führte zu höherer Arbeitslosigkeit und geringern Investionen, das führte zu geringeren Staatseinnahmen, die zu einer harten Sparpolitik führte, welche die Krise weiter verschlimmerte. Dazu kam, dass die Banken immer weniger Kredite vergaben. Auch Wörgl war von der Krise schwer getroffen. Das damalige Bürgermeister Michael Unterguggenberger kam auf die Idee, "Schwundgeld" einzuführen. Gab man das Geld nicht aus, bekam man dafür keine Zinsen, sondern musste eine Gebühr entrichten, deswegen wurde das Geld investiert. Das führte zu steigernder Beschäftigung und zu mehr Steuereinnahmen, was wiederum zu mehr Investitionen durch die Gemeinde Wörgl führte und für noch mehr Beschäftigung sorgte.
Das vielversprechende Experiment bekam dann aber in der österreichischen Nationalbank, die eifersüchtig über ihr Geldmonopol wachte, einen übermächtigen Gegner.
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