17.10.2017, 11:53 Uhr

KOMMENTAR: Angst vor Teuerung schadete Olympia

Die Gründe für das "Nein" zu den Olympischen Spielen mögen sehr vielfältig sein, ein Hauptargument der Gegner war aber die Angst vor Teuerung im Allgemeinen und beim Immobilienmarkt im Speziellen. Es steht zwar keineswegs fest, dass die Durchführung der Spiele, die ja ohne Neubauten ausgekommen wäre, zu einem Anstieg der Grundstückspreise geführt hätte, aber offensichtlich haben so viele Wähler ihren Unmut ausgedrückt. Die Preissteigerungen der letzten Jahre, die dazu geführt haben, dass sich ein Durchschnittsverdiener nicht einmal mehr eine Eigentumswohnung, geschweige den ein eigenes Haus leisten kann, führen auch dazu, dass die Bevölkerung jeder Art von Großprojekt gegenüber negativ eingestellt ist. Leistbares Wohnen muss wieder mehr in den Fokus der Politik rücken. Das Olympiakonzept sah vor, dass das Olympische Dorf nur aus Wohnsiedlungen besteht, die sowieso gebaut worden wären. Klüger wäre es wohl gewesen, Olympia 2026 mit einer Wohnbauoffensive zu verbinden, die zusätzlichen Wohnraum für Tiroler schafft.
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