Hernals
Bei der "Do Something Great Society" wird Handwerk gelebt
- Die verschiedenen Kurse werden beinahe alle von Jan geleitet und erfreuen sich einer Frauenquote von geschätzten 70 Prozent. Weit mehr als man sich erhofft hatte.
- Foto: Jan Hosa
- hochgeladen von Julia Gaiswinkler
In einer Seitengasse mitten im 17. Bezirk, in einem von außen unscheinbaren Wohnhaus, liegt ein ehemaliger Heurigen samt Tanzsaal. Später wurde er als Filmtischlerei genutzt, um Filmkulissen und Studiomöbel herzustellen. Jetzt befindet sich darin die Werkstatt der „Do Something Great Society“.
WIEN/HERNALS. Mit der „Do Something Great Society“ (DSGS) 2022 haben sich die Gründer Jan Hosa und Philipp Consemüller einen Traum erfüllt - einen Ort, um anzupacken. Hosa selbst wollte, ganz dem Großvater nacheifernd, schon als Kind Tischler werden. Gekommen ist es anders – nach 30 Jahren in der Werbe- und Kommunikationsbranche reichte es ihm und er machte das Handwerkliche vom Hobby zum Beruf.
Gemeinsam mit Consemüller wurde DSGS 2022 gegründet und bietet seither Workshops, Tischlerkurse und Teambuilding an. Allein sind die beiden dabei keineswegs. Immer mehr Mitglieder treten der Gemeinschaft als Abonnenten bei und geben Wissen weiter. Dabei treffen Alt auf Jung, Tischlermeister auf Hobbybastler, Büromenschen auf Handwerker.
Gemeinschaft mit Sinn
„Dieser Austausch und das Feedback daraus, das ist unser Reason Why (z. Dt. "Grund warum")“, sagt Hosa und meint damit die glänzenden Augen und den Stolz, mit dem die Teilnehmer der Kurse und Workshops nach Hause gehen. Der Wunsch, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, sei bei vielen groß – und verbinde. So kam es auch zu den Teambuilding-Events. Bei diesen können Möbel für das Büro oder als Spende hergestellt werden.
- Den Geruch von Holz, einige Sägespäne und viel Stolz nimmt man mit, wenn man diese Werkstatt verlässt - und dabei weiß, mit den eigenen Händen etwas geschaffen zu haben.
- Foto: Julia Gaiswinkler
- hochgeladen von Julia Gaiswinkler
Letzteres erfreut sich großer Beliebtheit und resultiert aus einer Kooperation mit der Caritas, wofür Startwohnungen für ehemals obdachlose Jugendliche vollständig ausgestattet werden. Für 2025 hat man sich 25 Wohnungen als Spendenziel vorgenommen – 22 Betten sind schon fertig, die restlichen stapeln sich in der Werkstatt, Stühle und Tische folgen.
Freude an der Sache
Die Begeisterung, mit der in der Werkstatt gesägt, gemessen und geschliffen wird, ist spürbar. Genau dieses Gefühl möchten die Gründer verbreiten. Nicht jedoch als weitere eigene Standorte, sondern viel eher im Franchise-Stil. So könnten Tischlereien vor Schließungen bewahrt und viel Wissen weitergegeben werden. Als Rat an zukünftige sinnorientierte Projekte gibt Hosa weiter: „Mach das, was dir Spaß macht.“
Spaß wird es auch mit Sicherheit am 30. Oktober machen, wenn die Geschichte der Werkstatt als Tanzsaal beim ersten Werkstattkonzert mit Norbert Schneider gelebt wird. Getreu dem Motto wird die Musik reine Handarbeit sein.
Die „Do Something Great Society“ in der Kalvarienberggasse 12 erreicht man telefonisch 0664/135 26 61, oder per Mail an ask@dosomethinggreat.work. Nähere Informationen unter www.dosomethinggreat.work.
Das könnte dich auch interessieren:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.