Bau-Tycoon Eberhardt verstarb im 77ten Lebensjahr

Julius Eberhardt (r.) bei seinem letzten großen öffentlichen Auftritt, hier mit Bgm. Stadler bei der Eröffnung des XXXLutz in St. Pölten.
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  • Julius Eberhardt (r.) bei seinem letzten großen öffentlichen Auftritt, hier mit Bgm. Stadler bei der Eröffnung des XXXLutz in St. Pölten.
  • hochgeladen von Bezirksblätter Archiv (Werner Pelz)

Wie zu Redaktionsschluss bekannt wurde, verstarb der bekannte Bauunternehmer und Investor Julius Eberhardt am verwichenen Sonntag (25.3.). Eberhardt, der sein Bau-Imperium 1993 veräußerte, legte sein Geld vermehrt in Immobilien an. Vor allem durch den Ankauf des Kopal-Kasernen-Areal in St. Pölten um 13 Mio Euro im vorigen Jahr war der Unternehmer vermehrt in den Schlagzeilen.

Sein Vermögen hatte Eberhardt in einer Stiftung geparkt, deren Vorstände sein Lebenswerk in seinem Sinne weiterführen wollen.

Offizielle Presseaussendung der Stadt St. Pölten:

St. Pöltner Unternehmer Julius Eberhardt gestorben
Der bekannte St. Pöltner Unternehmer mag.arch Julius Eberhardt verstarb am 25. März 2012. Mit ihm verliert die Landeshauptstadt einen im In- und Ausland sehr erfolgreichen und angesehenen Geschäftsmann.

Bürgermeister Mag. Matthias Stadler würdigt die Leistungen von mag.arch. Julius Eberhardt: „Die Todesnachricht macht uns sehr betroffen und ich drücke der Familie Eberhardt und seinen Mitarbeitern unser tief empfundenes Mitgefühl aus. Wir haben eine der herausragendsten Unternehmerpersönlichkeiten der Landeshauptstadt verloren. Er war im In- und Ausland sehr erfolgreich tätig, hat aber trotz seines internationalen Erfolges seine St. Pöltner Wurzeln nie vergessen. Das zeigt die Tatsache, dass er sich bis zuletzt auch am St. Pöltner Immobilienmarkt engagiert hat. Eberhardt hat seine Firmen stets sehr umsichtig geleitet und immer mit dem notwendigen Weitblick agiert. Ich kenne ihn als guten, sehr gewandten, aber in der Sache oft auch harten Geschäftsmann. Er galt bei allen als aufmerksamer Verhandlungspartner mit dem immer Sachlösungen möglich waren. Durch seinen Tod ist St. Pölten um eine sehr angesehene Persönlichkeit ärmer geworden. Seine Leistungen auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene bleiben für unser erhalten und wirken sich weiterhin nachhaltig positiv aus.“

Zur Person mag.arch Julius Eberhardt:
Eberhardt wurde 1936 in St. Pölten geboren. Er studierte an der Akademie der bildenden Künste und übernahm 1964 das von seinem Vater im Jahre 1928 gegründete Bauunternehmen mit 90 Beschäftigten.
Im Laufe der Jahrzehnte wuchs dieses Unternehmen, Niederlassungen in Wien, Wieselburg und Krems wurden gegründet. Bald darauf war Eberhardt auch im Ausland aktiv, wie in Ungarn, in den neuen deutschen Bundesländern und in Tschechien. Bauvorhaben wie die DDSG Wien, das Österreichische Konferenzzentrum, das Landesgericht Wien, Konferenzzentrum in Budapest, das Hotel Beke in Budapest, das Staatsarchiv in Wien, Spitäler, Industrien, Brauereien, Handelsflächen und Kirchen sowie viele Wohn- und Geschäftsbauten wurden errichtet. mag.arch. Eberhardt verkaufte das Bauunternehmen im Jahre 1993 an die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien reg. Gen.m.b.H. mit 1.300 Beschäftigten. Eberhardt begleitete die Entwicklung des Unternehmens weiter als Vorsitzender des Aufsichtsrates. In dieser Funktion war er an der Fusion mit der Kärntner ILBAU beteiligt. Aus der ILBAU, die vorwiegend im Tiefbau tätig war und dem Bauunternehmen Eberhardt, das vorwiegend im Hochbau Aufträge lukrierte, entstand schließlich die STRABAG, der fünftgrößte Baukonzern in Europa.
Dem St. Pöltner Baumeister Kommerzialrat Professor Julius Eberhardt wurde 2002 das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

Bis zuletzt leitete mag.arch. Julius Eberhardt gemeinsam mit einem kleinen Team seine Gesellschaften Palais Fanto Verwaltungs GmbH und die Treuhand- und Kontroll-AG. Der Liegenschaftsbesitz in Niederösterreich und Wien umfasst u.a. in St. Pölten Büro- und Geschäftshäuser in und um die Kremser Gasse und Mariazeller Straße, Grundstücke in der Praterstraße bis hin zur Kremser Landstraße und das Areal der ehemaligen Kopal-Kaserne. Derzeit wird ein Geschäfts- und Bürohaus samt Wohnungen am Bahnhofplatz errichtet. Eberhardt sah seine Aufgabe darin, seine Liegenschaften zu entwickeln und auch zum Vorteil für seine Heimatstadt St. Pölten zu verwerten.

Ende der Presseaussendung
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Reaktionen:
"Die Todesnachricht von Komm.-Rat Prof. Mag. Julius Eberhardt macht uns betroffen und bestürzt. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden, die den Verlust eines lieben Menschen bedauern müssen", kondoliert Vizebürgermeister Matthias Adl (VP), "Der Name Julius Eberhardt wird in seinen Projekten in- und außerhalb der Landeshauptstadt weiterleben".

Julius Eberhardt (r.) bei seinem letzten großen öffentlichen Auftritt, hier mit Bgm. Stadler bei der Eröffnung des XXXLutz in St. Pölten.
Julius Eberhardt / Foto: mss/Vorlaufer

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