Eklat um "Kleinen Römer"
- Skandal in der Römerstadt, "Kleiner Römer" hat sich im Ton vergriffen. (Im Bild das Römertor)
- hochgeladen von Julia Erber
TRAISMAUER. Bei der örtlichen Faschingssitzung blieb so manchem Gast das Lachen im Hals stecken. Der "Kleine Römer", alias Rudolf Scherner, stieß mit einigen seiner Aussagen auf Unverständnis und Ablehnung. Er hat beispielsweise kritisiert, dass dem Sportclub Traismauer zu viel Geld zugesprochen worden wäre und darauf hingewiesen, dass auch ein Dolmetscher dem Verein nicht schaden würde, da einige Spieler Migrationshintergrund haben. Laute Buhrufe in der Halle waren die Folge.
Der Auftritt hat hohe Wellen geschlagen – nun stellt sich die Frage, was bei einer Faschingsveranstaltung gesagt werden darf und was nicht. Rudolf Scherner wehrt sich nun: Er habe nur Tatsachen erläutert und überspitzt formuliert. "Ich habe weder Sportler direkt angesprochen, noch jemanden beleidigt. Ich habe nur Sachen angesprochen, die in der Politik passieren." Jetzt fühlt er sich missverstanden und als Bauernopfer.
Bürgermeister Herbert Pfeffer plädiert für Nachsicht. "In der Faschingszeit regieren die Faschingsnarren, die Politik wird aufs Korn genommen, man muss da Spaß verstehen." Gemeinderat Albin Hnilicka hingegen sieht Grenzen überschritten, da vor allem die fremdenfeindlichen Witze über die Spieler des SC Traismauer zu verurteilen sind. Beim SC Traismauer will man sich zum Vorfall nicht äußern, da niemand vor Ort dabei war. "Fremdenfeindlichkeit ist aber generell zu verurteilen", so der Schriftführer Ralph Zahradnik.
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