Lehrling in Schönbrunn
Ein Leben für den Tiergarten

Quallen sind faszinierende Lebewesen, findet Erik Pruckner, der momentan im Tiergarten Schönbrunn in der Aquaristik lernt.
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  • Quallen sind faszinierende Lebewesen, findet Erik Pruckner, der momentan im Tiergarten Schönbrunn in der Aquaristik lernt.
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  • hochgeladen von Ernst Georg Berger

Von Kattas über Löwen bis zu Quallen: Während seiner Lehre lernt Erik Pruckner fast jedes Tier persönlich kennen.

HIETZING. Vor 18 Jahren erblickte Erik Pruckner in der kleinen oberösterreichischen Stadt Pregarten das Licht der Welt – und das sollte sein restliches Leben prägen. "Meine Oma hatte eine Landwirtschaft und wir hatten immer Tiere: Hunde, Katzen, ein Terrarium und ein Aquarium."

Kein Wunder also, dass ihm schon früh klar war, dass er in Zukunft etwas mit Tieren machen wollte. Aber erst, als er mit 13 Jahren den Tiergarten Schönbrunn besuchte, wusste er auch genau, was das sein sollte. "Zum ersten Mal habe ich mir gedacht, dass es mehr Tiere als nur Pferde und 
Kühe gibt, mit denen man arbeiten kann. Da war es um mich geschehen", erinnert er sich. Sein Wunsch wurde Wirklichkeit und heute ist er bereits im dritten Lehrjahr zum Tierpfleger – und das, wie könnte es auch anders sein, im berühmten Tiergarten Schönbrunn.

Vielfältige Aufgaben

Rund 700 Arten leben im Tiergarten Schönbrunn und fast alle davon kennt Erik Pruckner bereits persönlich, tourt er doch im Laufe seiner Ausbildung durch alle Bereiche des Tiergartens. Im Augenblick ist er in der Aquaristik. Ein Arbeitsplatz, der ihn fasziniert. Besonders die wirbellosen Tiere haben es ihm angetan. "Ich finde Quallen faszinierend. Es gibt noch so viel, was wir Menschen über diese noch größtenteils unerforschten Tiere lernen können", erzählt er enthusiastisch.

Aber seine wahre Liebe gehört den Menschenaffen. "Die Orang-Utans haben mich beeindruckt. Du schaust ihnen in die Augen und spürst, wie sie denken. Eine außergewöhnliche Erfahrung." Kein Wunder also, dass er nach seinem Abschluss unbedingt im Tiergarten bleiben will, am liebsten im Affengehege oder auch in der Terraristik.

Erik Pruckner ist bewusst, dass bei aller Faszination für seine Arbeit sie doch mit einem großen Maß an Verantwortung verbunden ist. "Hier arbeitest du mit Lebewesen", erklärt er. "Man muss Respekt vor den Tieren haben und man muss sehr genau wissen, was man tut. Auch der Eigenschutz muss immer im Hinterkopf sein."

Für seinen Traum, Tierpfleger zu werden, ist Erik Pruckner extra nach Wien gezogen. "Am Anfang war das Leben in der großen Stadt 
für mich schon gewöhnungsbedürftig. Aber Hietzing ... Ja, Hietzing ist schön. Es ist sehr grün", lässt er ein wenig Heimweh durchklingen. Das nimmt er aber in Kauf und zum Nachdenken bleibt ihm sowieso wenig Zeit. "Der Job als Tierpfleger nimmt dich rund um die Uhr in Anspruch. Abschalten ist da schwer. Es ist nicht wie auf einer Baustelle, wo du den Hammer fallen lässt und Feierabend machst." Oder, wie er seinen Traumberuf am Ende des Interviews zusammenfasst: "Zum Tierpfleger bist du geboren – und bleibst es dein Leben lang."

Autor:

Ernst Georg Berger aus Hernals

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