08.10.2014, 18:17 Uhr

In Tracht kommen und nur den halben Eintritt bezahlen

Tiergartendirektorin Dagmar Schratter, ihr Vorgänger Helmut Pechlaner und Sprinzenkalb Mara (Foto: Daniel Zupanc)
Wien: Tiergarten Schönbrunn |

Am kommenden Sonntag gibt es im Tiergarten Schönbrunn Grund zum zünftigen Feiern.


Der Tirolerhof feiert sein 20-jähriges Bestehen im Tiergarten. Von 9.00 bis 13.00 Uhr findet ein Frühschoppen beim Gasthaus Tirolergarten statt. Alle Erwachsenen, die in Tracht in den Zoo kommen, erhalten zwei Eintrittskarten zum Preis von einer um nur 16,50 Euro. Für Musik und urige Stimmung sorgt die „lustige Landpartie“. Mit Osttiroler Schlipfkrapfen, Bauernbrettl und Tiroler Jause stehen die passenden Schmankerl auf der Speisekarte. Besonderes Highlight für Kinder: Um 10.30, 13.00 und 15.30 Uhr können sie zuschauen, wie Käse hergestellt wird.
Der Tirolerhof ist heute wohl der meistbesuchte Bauernhof Österreichs und bringt ein Stück „Landleben“ mitten in die Großstadt. Ursprünglich stand der denkmalgeschützte Einhof aus dem Jahr 1722 im Tiroler Brandenberg. Als er zu verfallen drohte, beschloss der damalige Tiergartendirektor Helmut Pechlaner, ihn in Tirol abzutragen und in 3.000 Einzelteile zerlegt nach Schönbrunn zu bringen, um ihn eins zu eins wieder aufzubauen. „Heute schätzen wir uns glücklich, dass dieses kulturhistorische Juwel erhalten wurde und wir unseren Besuchern hier den Wert alter Nutztierrassen näherbringen können“, sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.
Von den Pustertaler Sprinzen über die Noriker bis hin zu den Tiroler Steinschafen: Am Tirolerhof sind österreichische Nutztierrassen zuhause, die als gefährdet gelten. Umso mehr freute sich der Tiergarten über das kleine Sprinzenkalb Mara, das am 30. Jänner das Licht der Welt erblickte. Für Mara und die anderen Kühe wird gerade eifrig gebaut. Neben dem historischen Tirolerhof entsteht ein Laufstall, der noch im Herbst fertig wird. Schratter: „Dann können wir unseren Besuchern traditionelle und moderne Tierhaltung an einem Ort zeigen. In Zukunft können die Kühe auch nachts auf der Freianlage bleiben und sich nach Belieben in den offenen Laufstall zurückziehen.“

http://www.zoovienna.at
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