23.09.2014, 18:00 Uhr

Malle: "Ich denke überparteilich!"

Für das Einbringen seiner eigenen Liste will Georg Malle drei Unterschriften von Gemeinderatsmitgliedern aller Fraktionen (Foto: KK)

Mit der "Liste Georg Malle - GeMa Moosburg" will der ÖVP-Aussteiger im März Bürgermeister werden.

MOOSBURG (vp). "Er verlässt ein erfolgreiches Team, das ist zu akzeptieren", so Bgm. Herbert Gaggl (ÖVP) zur Entscheidung "seines" ehemaligen Vize-Bürgermeisters Georg Malle. Wie die WOCHE berichtete, will Malle im März bei den Gemeinderatswahlen nicht mehr für die Volkspartei, sondern mit eigener parteifreier Liste kandidieren. Der Name: "Liste Georg Malle - GeMa Moosburg".
"Wir sind vorne nicht mehr zusammengekommen und ich wollte einmal was Eigenes machen", begründet Malle seinen Schritt. Vor zwölf Jahren war der Polizeibeamte als Quereinsteiger in die Politik gekommen, 2003 wurde er als Gemeindevorstand eingesetzt, 2009 als "Vize" aufgestellt.
"Ideologisch wird sich nicht viel ändern. Ich habe Ideen mitgeboren und dass die ÖVP schlecht gearbeitet hat, kann ich nicht sagen. Ich war schließlich Teil des Teams. Moosburg hat sich toll entwickelt", streicht er die "weiterhin gute Beziehung" zu Gaggl hervor.

Drei Unterschriften

Doch er meint auch, viele Moosburger wollen die Veränderung. "Und ich möchte schauen, wie weit ich was bewegen kann. Scheitere ich, habe ich nichts verloren. Aber ich glaube nicht ans Scheitern, sonst würde ich diesen Weg nicht gehen."
Malles benötigt zum Einbringen der Liste entweder drei Unterschriften von Gemeinderatsmitgliedern oder 46 Unterstützungserklärungen von Bürgern. Sein Ziel: Die drei Stimmen und zwar von jeder Fraktion eine. "Das wäre optimal, denn ich will so zeigen, dass ich überparteilich denke und handle."
Er sucht nun nach Personen, egal aus welcher Fraktion, die "auch etwas Anderes machen wollen". Aktives Abwerben liege ihm jedoch fern. Zum Wahlprogramm lässt sich Malle noch nicht in die Karten blicken: "Den eingeschlagenen Weg, auf Bildung zu setzen, habe ich damals mitgetragen und so ist das auch heute. Im Sicherheitsbereich, bei Kultur oder Sport wäre noch das Eine oder Andere zu tun."
Bis März bleibt er parteifreier Gemeinderat. "Dann entscheidet der Bürger. Werde ich nicht Bürgermeister, hoffe ich, in den Gemeinderat gewählt zu werden, um weiterhin einen Beitrag für Moosburg zu leisten."
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