01.02.2012, 01:00 Uhr

„Organisation in GmbH auslagern“

Will die Organisation des GTI-Treffens in eine GmbH auslagern: Bgm. Adolf Stark

Bgm. Adolf Stark zur Zukunft der „Auto News“ und Plänen für die „Halbinsel neu“.

Knapp vor Weihnachten stand es fest: Bgm. Adolf Stark übernimmt die Organisation des GTI-Treffens doch wieder. Stark im WOCHE-Interview zur Entscheidung und weiteren Plänen in der Gemeinde.

WOCHE: Wie kam es zum plötzlichen Umdenken?
STARK: Ich wollte die Organisation wirklich nicht mehr machen. Im Herbst gab es dann einige Gemeinderatssitzungen, aus denen ich mich herausgehalten habe. Die Bürgerliste hat mich kritisiert, ohne zu wissen, was auf sie zukommt. Dann wurde ich von LH Dörfler gebeten, zu einer Regierungssitzung zu kommen.

Dörfler hat Sie überredet?
Er und Martinz haben mich gebeten, weiterzumachen und dann begann ich, zu überlegen. Die Gastronomie hat sogar eine Unterschriftenaktion gestartet, damit ich mich wieder einbringe.

Bei der Sitzung am 23. Dezember sagten Sie zu …
Ja. Meine Überlegung war: Was kann die Wirtschaft dafür, wenn eine politische Gruppierung (Anm.: Bürgerliste) quertreibt und das Treffen zu Fall bringen will? Die SPÖ hat für diese Sitzung sogar einen Dringlichkeitsantrag in dieser Causa gestellt.

Läuft die Planung bereits?
Ich habe bereits wieder meine Fühler ausgestreckt und alles ist im Laufen. Nicht so rund wie sonst, wo man früher beginnt, aber das Treffen wird toll – kleiner, aber oho. Was mich freut: Ich habe extrem viele positive Rückmeldungen – auch aus Deutschland – erhalten, dass ich wieder im Boot bin.

Werden Sie auch 2013 wieder im Boot sein?
Wir konzentrieren uns jetzt auf heuer. Mein Ziel ist, die Organisation in eine GmbH auszulagern, damit die Aufgaben auf mehrere Schultern aufgeteilt sind und man unabhängiger vom Gemeinderat arbeiten kann.

Wir hoch ist das Budget für heuer?
Rund 800.000 Euro. Was es heuer nicht geben wird, ist eine Präsentationsfläche auf dem See.

Welche Vorhaben sind in Maria Wörth heuer aktuell?
Wir haben die Zusage für 24 Wohnungen auf den Habichgründen in Reifnitz bekommen. Die Genossenschaft Siedlungswerk baut barrierefreie Objekte zwischen 56 und 80 Quadratmeter. Der Baustart ist fürs Frühjahr angesetzt.

Mit der „Ablöse“ für Schloss Reifnitz soll die Halbinsel von Maria Wörth attraktiviert werden …
Wir führen heuer die Planungen durch, was die Infrastruktur – Wasser, Kanal, Straßen – betrifft. Dann schwebt mir ein Studentenwettbewerb mit jungen Leuten der Architektur-Uni in Wien vor.

Was soll deren Aufgabe sein?
Interessant ist, was Außenstehende, junge Leute für die Halbinsel für Ideen haben. Wir müssen etwas bieten können, es geht um eine Attraktion.

Wie steht es um die Neuerrichtung des Bauhofs?
Derzeit sind wir noch beim Sondieren eines geeigneten Grundstücks.


GTI - Vorgeschichte:
Im Juni 2011 legte Stark seine Agenden als Organisator des GTI-Treffens nieder. Vize-Bgm. Helmut Rothe zeichnete in der Folge verantwortlich. Dessen Konzept wurde im GR mehrheitlich abgelehnt.

Eine Agentur sollte dann im Auftrag der Gemeinde die Organisation übernehmen. Weil das Budget 500.000 Euro übersteigt, hätte man international ausschreiben müssen – das wäre schwer abwickelbar.
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