11.10.2014, 11:09 Uhr

Ehrlichkeit und Heiliger Gral

Roman Merwa arbeitet an der Realisierung eines Bühnen-Epos über den Heiligen Gral (Foto: Arch)

Mini Mania-Juroren Anja Glüsing und Roman Merwa im Gespräch.

KLAGENFURT. Die Moosburger Mini Mania ist für heuer vorbei - aber was machen die Juroren eigentlich sonst? Die WOCHE fragte nach.

Vielbeschäftigt

"Ich betreue unter anderem Melissa Naschenweng, bin Dozentin der Kärntner Schreibschule und halte Sprechseminare ab", sagt Anja Glüsing. Auf Sylt geboren, hat sie die große Liebe in die Lindwurmstadt geführt. Zudem besitzt sie ein eigenes Studio in Viktring und arbeitet als Sprechtrainerin beim ORF Kärnten.
Die Wahlkärntnerin erinnert sich an zahlreiche Anekdoten. In der Kirche auf Sylt hörte beispielsweise der Theateragent von Placido Domingo sie singen. Er lud sie in sein Haus ein und vermittelte ihr einen Professor, wodurch Glüsing die schweren Prüfungen ihrer Ausbildung gemeistert hat.
Als großer Udo Jürgens Fan erinnert sich die diplomierte Gesangs- und Sprechtrainerin besonders gern an ihre Zeit als Vocalcoach und Setbetreuerin beim Film "Der Mann mit dem Faggot". Eine Begebenheit bringt sie nach wie vor zum Schmunzeln: "Udo Jürgens nahm am Set mein Handy ab, als es klingelte, und stellte sich vor. Der Anrufer dachte, ich würde ihn irgendwie veralbern."

Wie Richard Wagner

Glüsing leitete übrigens auch ein Casting für Roman Merwa. Dieser organisiert, gemeinsam mit Gerd Bodner, die Musik am Altstadtzauber. Zudem betreut er Ensembles und ist Mitglied des Salon- und Gala-Tanzorchesters Imperial. Sein Herzblut steckt er in ein ganz besonderes Projekt: Die Realisierung eines Rock-Epos über die christliche Artus-Legende. "Der Letzte, der im deutschsprachigen Raum so ein Riesenprojekt realisierte, war Richard Wagner", sagt Merwa.
5.000 Stunden hat er bis jetzt dafür investiert. Bei internationalen Reisen stellte er sein Projekt in ganz Europa vor. "Es wäre schön, das Stück in Klagenfurt uraufführen zu können", hofft der Komponist. Hörproben gibt es im Internet auf www.derheiligegral.info, 2015 soll das Werk fertig sein.
Bei der Frage nach jungen Talenten sind sich zudem beide Juroren einig: "Es gibt viel Potenzial in Kärnten, das entdeckt und gefördert gehört."
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