Happyland Klosterneuburg
Ab November zahlen Autofahrer fürs Parken
- Das Happyland verzeichnet etwa eine halbe Million Besucher im Jahr. Die meisten Schulkinder der Stadt haben dort Schwimmen und Eislaufen gelernt.
- Foto: Caro Strasnik
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Ab Anfang November wird das Parken vor dem Sport- und Freizeitzentrum Happyland etwas kosten. Der Eigentümer, die Stadt, bezeichnen die Gebühren als budgetäre Notwendigkeit und will damit die Beibehaltung des gesamten Sport-Angebots sichern.
KLOSTERNEUBURG. Das Geld in den Gemeindekassen wird immer knapper. Diese Entwicklung ist keine Neuigkeit. Maßnahmen, wie die Kommunen dieser besorgniserregenden Entwicklung entgegenwirken wollen, hingegen schon. Eine davon wurde kürzlich via Aussendung des Sport- und Freizeitzentrum Happyland publik: Ab Anfang November wird das Abstellen des Autos vor der beliebten Sport- und Freizeitstätte etwas kosten. Der Eigentümer, die Stadt Klosterneuburg, sieht dies als budgetäre Notwendigkeit und auch als Maßnahme, um das gesamte Angebot der beliebten Sport- und Freizeitstätte auch weiterhin aufrechtzuerhalten.
Breiter Konsens
Diese Entscheidung für die Parkraumbewirtschaftung wird von allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen breit getragen. Im Sportstättenbeirat, in dem alle im Gemeinderat vertretenen Fraktionen vertreten sind, wurde in den Sitzungen im März, Mai und September ein Konsens hergestellt.
- Wolfgang Ziegler betont, dass die Parkraumbewirtschaftung eine budgetäre Notwendigkeit ist.
- Foto: MeinBezirk/Seebacher
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Das Happyland hat im Rahmen einer Direktvergabe aus mehreren Anbietern den Bestbieter ausgewählt und startet am 4. November mit der Umsetzung. Happyland-Geschäftsführer Wolfgang Ziegler wirbt um Verständnis für das Parkraummanagement:
„Wir wollen das Happyland in Klosterneuburg, das viele Bürger sehr schätzen, und um das uns viele Menschen aus anderen Städten sehr beneiden, möglichst mit all den Angeboten, die es derzeit gibt, in ganzem Umfang beibehalten. Vor allem das Bad, der Eislaufplatz, die Tennishalle, die Sauna und all die Sportmöglichkeiten für Vereine und für Familien müssen wir instandhalten und nach Möglichkeit weiterentwickeln. Dazu ist die Parkraumbewirtschaftung einfach eine budgetäre Notwendigkeit! Es freut mich besonders, dass wir mit der Klosterneuburger Stadtpolitik, und zwar mit allen Parteien, diesbezüglich einen Konsens herstellen konnten.“
Leichtere Parkplatzsuche
Ein weiteres Ziel des Parkraummanagements ist es, dass Happyland-Kunden bei ihrem Besuch leichter einen Parkplatz finden können. Zum Hintergrund: Montag bis Freitag ab zirka 16:30 bis zirka 19:30 sowie am Wochenende und bei Veranstaltungen ist es oft schwierig, einen Parkplatz zu finden, weil u.a. Ausflügler hier parken.
- Viele Sportvereine haben im Happyland ihre "Heimat".
- Foto: Happyland/Caro Strasnik
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Das Parkraummanagement im Happyland erfolgt modern und digital ohne Schranken mit Kennzeichenerfassung durch Kameras bei den Ein- und Ausfahrten. Drei Parkautomaten, eine Online-Bezahlmöglichkeit (bis 24 Stunden im Nachhinein!) sowie eine Free-Flow-Anbindung an die Easy-Park-App ermöglichen bei Eingabe des Kennzeichens eine einfache (Zahlungs-)Abwicklung. Das Parkraummanagement erfolgt durch Mobility Hub Parkservice Austria (Teil der Peter Park System GmbH), der für die Administration und Verwaltung zuständig ist. Bewirtschaftet werden der große Happyland-Hauptparkplatz und der Happyland-Eislaufparkplatz, aber nicht der Gemeindeparkplatz nebenan.
Viele Alternativen zum Auto
In den letzten Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die jetzt die Bewirtschaftung überhaupt erst ermöglichen, wie zum Beispiel deutlich breitere und sichere Zugangswege, Radabstellplätze vor dem Haupteingang sowie auf der Freianlage im Bereich der Sportplätze. Der Stadtbus hat ganzjährig eine Station beim Happyland und zum Niedermarkt als zentralem Klosterneuburger Verkehrsknotenpunkt für Bahn und Bus sind es drei Minuten zu Fuß. Zudem führt der Donauradweg direkt an der Sportstätte vorbei.
30 Minuten bleiben gratis
Die Tarifgestaltung ist wie folgt geplant - wobei hier noch Änderungen möglich sind: Der Tarif liegt bei 2 Euro für die erste Stunde (30 Minuten Freiparkzeit!) sowie 1 Euro für jede zusätzliche Stunde. Das Tagesmaximum liegt bei 8 Euro unter der Woche und bei 6 Euro am Wochenende. Das Konzept sieht vor, dass alle Kunden, die mit dem Auto anreisen, für den Parkraum zahlen, weil eine Bewirtschaftung sonst budgetär nicht zielführend erscheint. Einzig für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Angestellte der Partner, Vereine und Pächter werden Angebote und Lösungen im Oktober direkt kommuniziert.
Über das Happyland Klosterneuburg
Die Sportstätten Klosterneuburg GmbH, also das Happyland, steht im Eigentum der Stadtgemeinde Klosterneuburg. Die Stadt leistet jährlich einen operativen Zuschuss von 1,5 Mio. Euro, der hauptsächlich für das Betreiben des Schwimmbades erforderlich ist. Der jährliche Zuschuss wurde mit dem angeführten Wert ab 2023 bis 2025 quasi eingefroren, wie das Happyland in seiner Aussendung betont.
- Das Happyland hat nicht nur für Wasserratten etwas zu bieten.
- Foto: Victor Liska
- hochgeladen von Christoph Hahn
Auch 2026 bzw. in den darauffolgenden Jahren ist aufgrund der Budgetsituation des Eigentümers nach derzeitigem Stand eine Steigerung nicht vorgesehen. Zusätzlich leistet die Stadt Klosterneuburg Investitionskostenzuschüsse, die allerdings im September 2024 aus budgetären Gründen bis auf weiteres ausgesetzt wurden. Der operative Eigendeckungsgrad des Happyland ist 2023 bei über 70 Prozent gelegen. Für 2025 wird ein leicht steigender operativer Eigendeckungsgrad erwartet, die Gesamterlöse sollen bei fast drei Mio. Euro liegen, das Bad wird knapp unter einer Mio. Euro erwirtschaften.
Wirtschaftsfaktor
In der aktuellen Aussendung weist das Happyland auch auf seine wirtschaftliche Bedeutung hin: Die Sportstätten Klosterneuburg GmbH hat knapp unter 50 Mitarbeiter, davon 33 Vollzeitäquivalente, angestellt. Die im Happyland tätigen Partner, Pächter und Vereine haben ihrerseits weitere rund 50 bis 60 Angestellte. Insgesamt ist der Betrieb mit diesen Zahlen durchaus als wirtschaftlicher Faktor für und in Klosterneuburg zu sehen.
365 Tage im Jahr geöffnet
Das Happyland Klosterneuburg verzeichnet an 365 Öffnungstagen im Jahr rund 500.000 Besucher. Mehr als zehn Sportvereine mit über 2.000 Mitgliedern sind regelmäßig im Happyland zu Gast. Für Klosterneuburger Familien sind vor allem das Wellen- und das Freibecken sowie der Eislaufplatz ein beliebter Treffpunkt. An den verschiedenen Feriencamps nehmen rund 2.500 Kinder pro Jahr teil. Das Thema Gesundheit und Prävention wird seit 2019 mit einem eigenen Fitness-Konzept großgeschrieben. Zudem finden regelmäßig kleinere und größere Veranstaltungen vieler Klosterneuburger Vereine, u.a. Meisterschaftsspiele für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, z.B. die BK-Dukes Matches mit bis zu 1.000 Besuchern sowie Events wie der Adventlauf mit 1.000 Läufern im Happyland statt.
Mehr als eine Freizeit- und Sportstätte
Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang die soziale und inklusive Komponente der Sport- und Freizeitstätte mit Kunden von 0 Jahren (z.B. Babyschwimmen) bis sogar über 90 Jahre (Schwimmen, Tennis und Sauna) sowie z.B. im Bereich Basketball mit den Rollstuhlbasketballern der Sitting Bulls, so das Happyland in seiner Aussendung. Die Stadt Klosterneuburg unterstützt den Besuch im Bad und am Eislaufplatz für Klosterneuburger Bürgerinnen und Bürger mit der Familienkarte. Für die Gemeinde übernimmt das Happyland die Zur-Verfügung-Stellung eines Hubschrauberlandeplatzes. Zudem steht das Happyland in Katastrophen- oder Ausnahmefällen wie z.B. bei Überschwemmungen oder in der Corona-Zeit bereit, Aufgaben für Klosterneuburg zu übernehmen.
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