Fahrbar: Rasende Auto-Liebe

Der Golf Rabbit GTI war Manns liebstes Auto.
  • Der Golf Rabbit GTI war Manns liebstes Auto.
  • Foto: Stefan Mann
  • hochgeladen von Marion Pertschy

KLOSTERNEUBURG (mp). Auf einen großen Teil der Gesellschaft üben Autos eine besondere Faszination aus. Schnittiger, schneller, kraftvoller – 2.432 Mal wird darin geküsst, 4 Mal hat Mann/Frau durchschnittlich Sex im Auto, 2.050 Mal wird im Auto gegessen und gebröselt und 1.234 Mal schminkt sich vor allem Frau in dem kleinen Klappspiegel. – Insgesamt verbringt man 49 Monate (das sind vier Jahre und einen Monat) seines Lebens im Auto, wie die Studie "Live in our cars" des Marktforschungsinstituts CSA im Auftrag des Automobilherstellers Citroën für Europa erhob. Ein Auto sollte daher physisch und psychisch möglichst komfortabel sein, ist Citroën Österreich Marketingdirektor Marc Giulioli der Meinung. Erst kürzlich wurde zudem wieder der jährliche Automobilpreis des ARBÖ-Klubjournals 'Freie Fahrt' verliehen. 40 Autos, die zwischen November 2016 und Oktober 2017 auf den Markt gebracht wurden, kämpften um den Sieg in den Kategorien "Start", "Medium" und "Premium". Erstere Wertung konnte der Seat Ibiza für sich entscheiden, das Modell Audi Q5 setzte sich in der Kategorie "Medium" durch und in der Premium-Klasse wurde die BMW 5er-Serie zum Sieger gekürt.

Das erste Auto

Als Angesteller des Auto-, Motor- und Radfahrerbundes Österreich wohnte auch Stefan Mann dem Event bei. "Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand und soll dich von A nach B bringen. Trotzdem sollte es auch Spaß machen", ist er der Meinung. Vor allem zu den allerersten Autos hat man aber meist eine ganz eigene Bindung. "Meine erste Liebe waren sicher eher Motorräder und nicht Autos. Aber mein zweites Auto war das Beste - ein Golf Rabbit GTI", erinnert er sich. Über 150.000 Kilometer und rund 5 Jahre begleitete das Gefährt den Klosterneuburger. "Es war ein lustiges Auto – sehr schnell, aber man hat es ihm einfach nicht angesehen. Damit habe ich tolle Reisen gemacht – zum Beispiel nach Skandinavien und England", schwelgt Mann in Erinnerungen. Nach tausenden zurückgelegten Kilometern trennten sich jedoch ihre Wege. "Irgendwann musste ich es verkaufen. Der Wagen wurde älter und die Reparaturen haben sich einfach nicht mehr gerechnet", erzählt er.

Jähes Ende

Auch dem kleinen braunen Nissan Micra, dem ersten Vierrad des Bürgermeisters Stefan Schmuckenschlager widerfuhr ein ähnliches Schicksal. "Ich hab das Auto geliebt. Er hatte noch diese ursprüngliche, eckige Form, nicht so rund wie der heutige Nissan", erinnert er sich. Lange und zuverlässig begleitete der Kleinwagen ihn. "Er hat alle Wetterverhältnisse geschafft. Wenn andere Autos im Winter schon aufgegeben haben, hat mein Nissan immer noch jede Berglage in Klosterneuburg gemeistert", erzählt Schmuckenschlager. "Dann ist mir der Schlüssel im Schloss abgebrochen. Da hab ich mich richtig geärgert! Aber das Auto war eh schon am Ende und nachdem ich da schon neben dem Studium berufstätig war, habe ich mir die neue Nissan-Generation geleistet", schmunzelt er. Heute fährt er einen Toyota Corolla Verso. "Bei Autos war ich nie sehr anspruchsvoll. Ich konzentrier' mich eher auf das Kennzeichen", zwinkert Schmuckenschlager und spielt damit auf die Taferl-Debatte an, die mit einem Dringlichkeitsantrag der FPÖ bei der Gemeinderatssitzung am 15.12. wieder neuen Aufwind bekommt.



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