Neue Graphic Novel im Stift Klosterneuburg
„Mein Leben mit Pater Georg“ erzählt Florin Moises Geschichte
- Foto: Stift Klosterneuburg
- hochgeladen von Elisabeth Bendl
Die Graphic Novel „Mein Leben mit Pater Georg“ erzählt in persönlichen Texten und eindringlichen Zeichnungen von Florin Moises bewegender Lebensgeschichte und seiner Freundschaft mit dem Jesuiten Georg Sporschill.
KLOSTERNEUBURG. Vor 35 Jahren begegneten einander der Jesuit Pater Georg Sporschill und das damalige Straßenkind Florin Moise am Nordbahnhof in Bukarest. Diese Begegnung sollte das Leben des jungen Mannes grundlegend verändern.
„Pater Georg ist in mein Leben geflogen. So wie der Storch Kinder zu Familien bringt, hat er den Pater aus Österreich nach Rumänien gebracht“, beschreibt Moise die besondere Verbindung. Seinen eigenen Vater hatte er nie kennengelernt. In Sporschill fand er schließlich einen Freund und väterlichen Begleiter.
- Foto: Stift Klosterneuburg
- hochgeladen von Elisabeth Bendl
Begegnung am Bukarester Nordbahnhof
Als Pater Georg vor 35 Jahren auf die Straßenkinder am Bukarester Nordbahnhof traf, lebten diese unter schwierigsten Bedingungen. Viele waren hungrig, krank und schmutzig. Dennoch suchte der Jesuit ihre Nähe.
„Wir haben gespürt, dass der Pater uns mag. Er hatte keine Angst. Kein anderer Mensch hat gewagt, uns zu berühren“, erinnert sich Moise. Zunächst lief er davon, später kehrte er zurück und wurde Teil der von Sporschill und Ruth Zenkert aufgebauten sozialen Arbeit.
In der neuen Graphic Novel „Mein Leben mit Pater Georg“ verarbeitet Moise diese gemeinsame Geschichte. Hunderte Zeichnungen erzählen von prägenden Begegnungen, tragischen und komischen Momenten sowie von Not, Hoffnung und neuen Lebensperspektiven. Das 184 Seiten umfassende Buch entstand zugleich als Geschenk zum 80. Geburtstag von Pater Georg Sporschill am 26. Juli.
Enge Verbindung zum Stift
Das Stift Klosterneuburg unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit des Vereins Elijah – Soziale Werke in Rumänien. Die Projekte sollen Kindern und Familien in schwierigen Lebenssituationen Bildung, Betreuung und bessere Zukunftschancen ermöglichen.
Jedes Jahr besucht eine Delegation unter der Leitung von Propst Anton Höslinger die Projekte vor Ort. „Wir wollen nicht nur Geld überweisen, sondern auch den menschlichen Kontakt halten“, betont Höslinger.
Beim jüngsten Besuch war auch der Klosterneuburger Augustiner-Chorherr Ignatius Sutel dabei. Er kam als ehemaliges Straßenkind etwa zur selben Zeit wie Florin Moise zu Pater Georg und trat später in das Stift Klosterneuburg ein.
„Mein Leben mit Pater Georg“ ist ab sofort im Stiftsshop Klosterneuburg erhältlich.
Weitere Artikel aus dem Bezirk:
Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.