niederösterreich passathon 2019
Mit dem Radl zu 21 Klimaschutz-Leuchtturmobjekten

Vor dem Bildungscampus in Leobendorf.
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  • Vor dem Bildungscampus in Leobendorf.
  • Foto: passathon.at
  • hochgeladen von Sandra Schütz

Klimaschutzvorbilder vom Strohballenhaus bis zum Gefängnis – beim Radmarathon, dem passathon, ging es an 21 Passivhäusern vorbei quer durch Niederösterreich und bis nach Korneuburg.

NÖ | BEZIRK KORNEUBURG (pa). Beim dritten passathon 2019 ging es über die volle Marathonstrecke mit den Rädern quer durch Niederösterreich zu 21 Klimaschutz-Leuchtturmobjekten in Passivhaus- und Plusenergie-Standard. Die Strcke führte von Klosterneuburg über St. Andrä-Wördern und weiter von Stockerau über Leobendorf bis nach Korneuburg.
Beim niederösterreich passathon erlebten die Teilnehmer vom lasttragenden Strohballen-Plusenergiehaus und thermisch optimiert sanierten sozialen Geschosswohnungen über Kindergärten und Universitätscampus bis hin zum Gerichts- und Gefängnisgebäude alle Gebäudenutzungen als Klimaschutz-Vorbilder.

Race for Future

Insgesamt nahmen rund 100 Teilnehmer verteilt über die Strecke an diesem dritten und für 2019 letzten Race for Future teil. Der niederösterreich passathon ging bei bestem Wetter als dritter Regoinen-Wettbewerb für energieeffiziente Gebäude auf sportliche Weise über die Bühne. Diese nachhaltige Architekturexkursion führte die Radfahrer in zwei Etappen auf 42,1 Kilometer zu 21 Passivhäusern unterschiedlichster Bauweisen und Gebäudenutzungen. Alle 21 Leuchtturmobjekte entlang der Strecke sparen in den kommenden 40 Jahren ganze 431 Millionen Kilowattstunden an Primärenergie gegenüber konventionellen Gebäuden ein. Dies entspricht beinahe der Hälfte an Energie, die das Donaukraftwerk Freudenau pro Jahr produziert.

Einspar-Tipps und vieles mehr

Es zahlt sich also aus, auch noch die scheinbar unwesentliche Verbesserung von guten auf sehr guten energetischen Standard konsequent umzusetzen, wie es der Passivhaus-Standard für alle Gebäudetypen und -nutzungen bietet. Daher gab es auch bei den Stationen gute Energiespartipps von den Beratern der Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich. Alle Teilnehmer waren sich einig: Die Anstrengungen bei diesem Radmarathon haben sich absolut ausgezahlt und sollten nächstes Jahr wiederholt werden.

Korneuburg hat weltweit höchste Passivhaus-Dichte

Dass das Thema "Energie" ein wichtiges ist, zeigte sich auch daran, dass die Radfahrer in allen fünf Gemeinden, die durchradelt wurden, von den jeweiligen Bürgermeistern oder deren Vertretern begrüßt worden sind.
Zudem hat das Land NÖ als einziges Bundesland in Österreich bereits 2008 einen Landtagsbeschluss erlassen, alle öffentlichen Gebäude nur noch im klimaschonenden Passivhaus-Standard zu errichten, um damit seiner Vorbildwirkung gerecht zu werden. Dies hat auch dazu beigetragen, dass die Stadt Korneuburg mit 3,1 Quadratmetern Nutzfläche pro Einwohner die höchste Dichte an Passivhäusern weltweit in der Kategorie von Städten mit 10.000 bis 100.000 Einwohnern aufweist.

Autor:

Sandra Schütz aus Korneuburg

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