Umweltschutz in Langenzersdorf
Suche nach Altlasten steht bevor

2016 wurden die vier Öltanks abgebaut.
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  • 2016 wurden die vier Öltanks abgebaut.
  • Foto: Manfred Weis
  • hochgeladen von Sandra Schütz

Bereits 2017 haben die Mitglieder des Bisamberger Umweltvereins LELOG – Lebensraum Logisch darauf aufmerksam gemacht, dass es Hinweise auf Altlasten im Bereich des Kraftwerkes Langenzersdorf gibt.

BEZIRK KORNEUBURG | LANGENZERSDORF. Bestätigt wurde dies auch von Ingeborg Zechmann vom Umweltbundesamt, die auf Bezirksblätter-Anfrage im Juli 2017 mitteilte: "Es ist durchaus möglich, dass auf dem Grundstück des Kraftwerkes Langenzersdorf Verunreinigungen vorhanden sind. Wir werden für den Bereich der Schweröltanks ein Untersuchungsprogramm erstellen, dass wir dem BMFLUW zur Veranlassung im Rahmen der Vollziehung des Altlastensanierungsgesetzes vorschlagen werden."
Die Abteilung Abfallwirtschaftsplanung, Abfallbehandlung und Altlastensanierung des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus hat nun das Amt der NÖ Landesregierung mit der Durchführung ergänzender Untersuchungen beauftragt. "Auf Nachfrage hat man uns dort mitgeteilt, dass das Untersuchungsprogramm gemeinsam mit anderen Flächen im Sammelprogramm ’Altstandorte Korneuburg Süd und Langenzersdorf’ demnächst ausgeschrieben werden soll", erzählt LELOG-Sprecher Nikolaus Kubiczek. "Das elektronische Vergabeverfahren sollte heuer im März passieren. Für den Standort Ölkraftwerk Langenzersdorf ist daher aus heutiger Sicht ab Herbst 2020 mit tatsächlichen Untersuchungsleistungen zu rechnen."

2016 Öltanks abgebaut

Im Jahr 2016 wurden die vier Tanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 50.000 m3 auf dem Kraftwerksareal abgebaut. Jeder dieser Tanks war mit Heizöl schwer befüllt, hatte einen Durchmesser von 52 Metern und war 23 Meter hoch. Bei LELOG vermutet man, dass in der Nutzungszeit von einem halben Jahrhundert jede Menge Altöl im Boden versickert sein könnte. "Außerdem stand dieses Gebiet im Zweiten Weltkrieg unter heftigen Bombardements der Alliierten. Wir rechnen mit zahlreichen Blindgängern in diesem Gebiet", so Kubiczek.

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