27.03.2017, 15:28 Uhr

Aida 2017: Ausnahmezustand im Industriegebiet

Auch Bezirkshauptmann Waltraud Müllner-Toifl (3.v.re.) machten sich vor Ort einen Eindruck von der groß angelegten Übung.

Bundesheer und Polizei probten den Ernstfall eines Terroranschlages auf wichtige Infrastruktur.

HAGENBRUNN. In den zentralafrikanischen Staaten kam es zu Unruhen. Es verdichteten sich die Informationen, dass in Österreich terroristische Zellen aktiv sind. Nur einen Tag später kam es zu einem "Terroranschlag" in Gänserndorf, der von der Cobra beendet werden konnte. Um weitere terroristische Akte zu verhindern und wertvolle Infrastruktur, wie etwa die Phoenix Arzneiwarengroßhandlung in Hagenbrunn zu schützen, forderte die Polizei das Bundesheer zu einem Assistenzeinsatz an.
Aber keine Sorge, was hier bedrohlich klingt, war "nur" die Annahme für eine groß angelegte Übung von Polizei und Bundesheer.

Über 300 Soldaten im Einsatz


313 Soldaten sowie ein Hubschrauber und 65 Fahrzeuge waren insgesamt drei Tage lang im Einsatz. Dabei wurde vom Aufklärungsbataillon 3, ein Verband des "Kommando Schnelle Einsätze" der Kaserne Mistelbach, der Ernstfall geprobt. Denn würde das Arzneilager in Hagenbrunn zerstört werden, dann wäre die Versorgung mit Medikamenten, sowohl in Apotheken als auch Krankenhäusern, massiv gefährdet.

Zusammenarbeit optimieren


"Durch reden kommen die Leute zusammen", bringt es Bezirkspolizeikommandant Siegfried Krische auf den Punkt. Denn Ziel der Übung war es nicht nur, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken, sondern auch die Zusammenarbeit von Polizei und Bundesheer zu optimieren. "Wir nehmen einen großen Lerneffekt für die Zukunft mit", so Krische.
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